1150 Personen aus Deutschland schlossen sich dem IS und anderen radikal-islamistischen Organisationen an: 153 sind türkische Staatsbürger
Es wurde bekannt gegeben, dass seit 2011 insgesamt 1150 Personen aus Deutschland ausgereist sind, um sich dem IS und anderen radikal-islamistischen Organisationen anzuschließen. 153 davon sind Staatsbürger der Republik Türkei.
Es hat sich herausgestellt, dass 153 Staatsbürger der Republik Türkei aus Deutschland ausgereist sind, um sich dem IS und anderen radikal-islamistischen Organisationen anzuschließen.
1.150 PERSONEN SCHLOSSEN SICH RADIKAL-ISLAMISTISCHEN ORGANISATIONEN AN
Wie DW Türkçe berichtet, geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der rechtspopulistischen Partei Alternative für Deutschland (AfD) hervor, dass die Zahl der Personen, die seit 2011 nach Syrien und in den Irak gereist sind, um sich radikal-islamistischen Organisationen wie Al-Qaida und dem IS anzuschließen, 1150 erreicht hat.
Es wird darauf hingewiesen, dass bei 65 Prozent dieser Personen Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass sie an terroristischen Aktivitäten des IS, Al-Qaidas oder ihnen nahestehender Gruppierungen beteiligt waren oder diese Organisationen unterstützt haben.
Nach Erkenntnissen der Regierung konzentrierten sich die Ausreisen aus Deutschland in diese Regionen, um sich radikal-islamistischen Terrororganisationen anzuschließen, auf die Jahre 2013 bis 2015.
Von den 1150 identifizierten Personen sind 650 deutsche Staatsbürger. In den Unterlagen ist vermerkt, dass 273 von ihnen eine doppelte Staatsbürgerschaft besitzen. Die Zahl derer, die sowohl die deutsche als auch die türkische Staatsbürgerschaft innehaben, liegt bei 35.
153 der 1150 Personen, die nach Syrien und in den Irak gereist sind, sind Staatsbürger der Republik Türkei. Damit bilden türkische Staatsbürger nach den Deutschen die zweitgrößte Gruppe unter den aus Deutschland ausgereisten Personen. Auf diese Gruppe folgen syrische Staatsbürger mit 85 und russische Staatsbürger mit 55 Personen.
Nach Erkenntnissen der deutschen Behörden sind die Ausreisen nach Syrien und in den Irak seit 2019 deutlich zurückgegangen.
40 PROZENT SIND ZURÜCKGEKEHRT
40 Prozent der Personen, die aus Deutschland nach Syrien und in den Irak gereist sind, also etwa 460, sind in das Land zurückgekehrt. Es wurde bekannt gegeben, dass mehr als 30 von ihnen das Land entweder durch Abschiebung oder freiwillig wieder verlassen haben. Von den 460 nach Deutschland zurückgekehrten Personen sind 307 deutsche, 44 türkische, 30 syrische und 21 russische Staatsbürger.
Die Zahl der in Deutschland eingeleiteten Ermittlungsverfahren gegen Personen, die sich einer radikal-islamistischen Organisation in Syrien oder im Irak angeschlossen hatten und zurückgekehrt sind, belief sich Ende 2023 auf 312. Ein Großteil von ihnen wird im Zusammenhang mit den Paragrafen 129a und 89a des Strafgesetzbuches beschuldigt, "Mitglied einer ausländischen terroristischen Vereinigung zu sein, für diese tätig zu sein und/oder eine schwere staatsgefährdende Gewalttat vorzubereiten".
111 PERSONEN WURDEN VERURTEILT
Nach Angaben der Bundesregierung wurden 111 Personen, gegen die ermittelt wurde, verurteilt, während die Verfahren gegen 119 Personen noch andauern. Gegen 122 Personen wurden die Verfahren eingestellt.
Nachrichtenquelle: 12punto
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