9 Polizisten wegen Informationsweitergabe an die „Casperlar“-Bande festgenommen: WhatsApp-Chatverläufe aufgetaucht!
Im Rahmen einer in Bakırköy durchgeführten Untersuchung wurden 17 Verdächtige, darunter Polizeibeamte, wegen des Verdachts festgenommen, kritische Informationen an kriminelle Banden weitergegeben zu haben. Zudem wurden WhatsApp-Chatverläufe zwischen den Beamten und den Bandenmitgliedern sichergestellt.
Im Zuge einer von der Generalstaatsanwaltschaft Bakırköy geführten Untersuchung wurde eine Operation gegen insgesamt 17 Personen eingeleitet, darunter neun Polizisten, denen vorgeworfen wird, die als „Casperlar“ bekannte bewaffnete kriminelle Bande der neuen Generation mit Informationen versorgt zu haben. Nach der Auswertung digitaler Materialien, die bei den am 9. Januar 2026 gleichzeitig durchgeführten Razzien sichergestellt wurden, bestätigte sich der Verdacht, dass die Verdächtigen in Verbindung mit der illegalen Organisation standen.
Während der Ermittlungen wurde festgestellt, dass zwischen den Bandenmitgliedern und den Amtsträgern ein Interessenverhältnis bestand. Einige Beamte sollen ihre Befugnisse missbraucht und kritische Informationen wie „Straftat-, Fahndungs-, Fahrzeug- und Festnahmeregister“ an die Führungskräfte und Mitglieder der Organisation weitergegeben haben. Aufgrund der gewonnenen Erkenntnisse wurden an festgelegten Adressen in Istanbul, Muğla, Bursa, Giresun, Mersin und Şırnak zeitgleiche Durchsuchungen durchgeführt und zahlreiche digitale Datenträger beschlagnahmt.
17 FESTNAHMEN, DARUNTER 9 POLIZISTEN
Unter den Festgenommenen befinden sich neben neun aktiven Polizeibeamten auch ein Protokollführer, ein Zollbeamter sowie ein ehemaliger Polizeibeamter. Die übrigen Verdächtigen sollen in verschiedenen Positionen mit der Organisation in Verbindung gestanden haben.
ERKLÄRUNG DER GENERALSTAATSANWALTSCHAFT
In der Erklärung der Generalstaatsanwaltschaft Bakırköy heißt es: „Im Rahmen der von unserer Generalstaatsanwaltschaft, Büro für die Untersuchung organisierter Kriminalität, gegen die als ‚Casperlar‘ bekannte bewaffnete kriminelle Organisation der neuen Generation geführten Ermittlungen wurde nach der Auswertung der bei der am 09.01.2026 durchgeführten gleichzeitigen Operation sichergestellten digitalen Materialien festgestellt, dass Bandenmitglieder Kontakt zu Amtsträgern pflegten und Interessenverbindungen eingingen. In diesem Zusammenhang wurde ermittelt, dass Führungskräfte und Mitglieder der Organisation in einigen von den Justizbehörden geführten Ermittlungen Informationen von Amtsträgern erhielten, die entgegen ihrer Aufgaben- und Befugnisdefinition handelten, indem sie Abfragen zu Straftat-, Fahndungs-, Fahrzeug- und Festnahmeregistern durchführten. Gegen insgesamt siebzehn Verdächtige, die als innerhalb der Organisationshierarchie agierend eingestuft werden – darunter neun Polizeibeamte, ein Protokollführer, ein Zollbeamter und ein ehemaliger Polizeibeamter – wurden am 19.02.2026 Haftbefehle sowie Anordnungen zur Durchsuchung und Beschlagnahmung an den festgelegten Adressen in den Provinzen Istanbul, Muğla, Bursa, Giresun, Mersin und Şırnak erlassen. Dies wird der Öffentlichkeit respektvoll mitgeteilt.“
CHATVERLÄUFE AUFGETAUCHT
Unterdessen sind die Chatverläufe der Beamten, die Informationen an die „Casperlar“-Bande weitergaben, aufgetaucht. Es wurde ersichtlich, dass die Bandenmitglieder die Beamten nach vielen vertraulichen Informationen, einschließlich „Fahndungsregistern“, fragten.

Nachrichtenquelle: 12punto
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