Appell von Yeni Şafak an Mehmet Şimşek
In einem Bericht der Zeitung Yeni Şafak wurde die Besteuerung privater Devisengewinne vorgeschlagen. Es wurde argumentiert, dass das Ziel dieser Maßnahme nicht die Steigerung der Einnahmen, sondern die Verringerung der Dollarisierung sei, während gleichzeitig behauptet wurde, dass das derzeitige System den Druck auf die Türkische Lira erhöhe.
Die der Regierung nahestehende Zeitung Yeni Şafak, die zur Albayrak-Gruppe gehört, behauptet in ihrem heutigen Aufmacher unter der Überschrift „Eine Devisensteuer schützt die Wirtschaft und die Lira“, dass Unternehmen Steuern auf Gewinne aus Devisengeschäften zahlen, während die Gewinne privater Anleger aus Devisen nicht besteuert würden.
In dem Bericht wird behauptet, dass die derzeitige Praxis den Wertverlust der Türkischen Lira beschleunige, Druck auf die Inflation ausübe und Zinssenkungen erschwere.
AUFMERKSAMKEIT AUF DIE QUELLE DER DEVISENNACHFRAGE GELENKT
In dem Bericht wird darauf hingewiesen, dass der Wertanstieg von Dollar und Euro in den letzten Jahren die Importkosten in die Höhe getrieben habe, und es wird die Ansicht vertreten, dass ein erheblicher Teil der Nachfrage nach Devisen von privaten Anlegern ausgehe.

Bei der Bewertung der Wechselkursanstiege und deren Auswirkungen auf die Inflation wurden die Präferenzen bei der privaten Ersparnisbildung als einer der Gründe für die wirtschaftlichen Entwicklungen hervorgehoben.
VERRINGERUNG DER DOLLARISIERUNG ALS ZIEL GENANNT
Im Bericht von Yeni Şafak wurde argumentiert, dass das Hauptziel der Einführung einer Steuer von 25 Prozent auf Devisengewinne nicht die Erhöhung der Haushaltseinnahmen sei, sondern die Verringerung der Dollarisierungstendenz in der Wirtschaft.
Zudem wurde die Behauptung aufgestellt, dass eine solche Maßnahme zum Zinssenkungsprozess der Zentralbank der Republik Türkei beitragen und die Volatilität bei den Wechselkursbewegungen begrenzen könnte.
DISKUSSIONEN ÜBER WIRTSCHAFTSPOLITIK DAUERN AN
In dem Bericht wurde bewertet, dass die Nichtbesteuerung von Devisengewinnen eine „steuerliche Ungerechtigkeit“ darstelle, und es wurde darauf hingewiesen, dass die Diskussionen über die Maßnahmen der Wirtschaftsführung andauern.
Darüber hinaus enthielt der Bericht Einschätzungen, wonach die Kritik am Finanz- und Schatzminister Mehmet Şimşek und seinem Wirtschaftsprogramm in letzter Zeit zugenommen habe.
Nachrichtenquelle: 12punto
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