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Außenminister Hakan Fidan: 'Die Türkei steht auf der Seite derer, die den Krieg beenden wollen'

Außenminister Hakan Fidan beantwortete vor seinem kritischen Besuch in der Ukraine am 15. und 16. Juli die Fragen von Journalisten.

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Außenminister Hakan Fidan: 'Die Türkei steht auf der Seite derer, die den Krieg beenden wollen'

Außenminister Hakan Fidan beantwortete vor seinem kritischen Besuch in der Ukraine am 15. und 16. Juli die Fragen von Journalisten am Bahnhof der polnischen Stadt Przemyśl. Fidan, der zum 10. Jahrestag des Putschversuchs vom 15. Juli klare Botschaften zum Kampf gegen die FETÖ übermittelte, erläuterte zudem die friedensorientierten diplomatischen Bemühungen der Türkei und die intensive Pendeldiplomatie im Zusammenhang mit dem Russland-Ukraine-Krieg.

Minister Fidan, der erklärte, dass er aufgrund des gesperrten Luftraums mit einer 10-stündigen Zugfahrt nach Kiew reisen werde, gab folgende Erklärungen ab:

"FETÖ IST EINE STRUKTUR, DEREN NUTZWERT ERLOSCHEN IST"

Zum 10. Jahrestag des verräterischen Putschversuchs vom 15. Juli ging Minister Fidan auf den international geführten Kampf gegen die FETÖ ein und betonte, dass die Organisation für globale Mächte nicht mehr als ein bloßes Werkzeug sei:

"Die FETÖ ist eine Struktur, deren Nutzwert erloschen ist. Dennoch setzt sie ihren Kampf gegen den Staat und das vom Volk gewählte Staatsoberhaupt in Zusammenarbeit mit schmutzigen internationalen Machtzentren fort. Die Basis, die von den Organisationsführern quasi als Geisel gehalten wird und im Ausland ein Exilleben führt, muss nun aus dieser Illusion erwachen und sich gegen die Organisation auflehnen. Solange sich diese Basis nicht auflehnt, wird die Organisation sie weiterhin an ausländische Geheimdienste verkaufen."

Minister Fidan erklärte, dass der Staat nach der Säuberung von der FETÖ zu seinen ursprünglichen Werten zurückgekehrt sei und sagte: "Sowohl in unseren früheren Ämtern als auch in dieser Funktion arbeiten wir Tag und Nacht daran, dass die FETÖ nirgendwo auf der Welt Fuß fassen kann und ihre illegitimen sowie spionierenden Aktivitäten nicht fortsetzen kann."

RUSSLAND-UKRAINE-KRIEG: "ES GIBT ZWEI WEGE, WIR STEHEN AUF DER SEITE DES STOPPENS"

Fidan erinnerte daran, dass er sich im vergangenen Monat in Moskau mit seinen russischen Amtskollegen und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin getroffen habe. Er wies darauf hin, dass er nun nach dem NATO-Gipfel und dem Treffen der Koalition der Freiwilligen, an dem er gestern in Paris teilnahm, in Kiew mit Selenskyj und ukrainischen Vertretern zusammentreffen werde.

Fidan wies auf die zwei unterschiedlichen Perspektiven im globalen Umgang mit dem Krieg hin und fasste den Standpunkt der Türkei mit folgenden Worten zusammen:

"Im europäischen Raum gibt es generell zwei Ansätze für den Krieg: 'Wie unterstützt man die Kriegsanstrengungen' und 'Wie stoppt man den Krieg'. Die Türkei unternimmt seit dem ersten Tag unter der Führung unseres Präsidenten intensive Anstrengungen auf dem Weg des 'Wie stoppt man den Krieg'."

Fidan erinnerte an die Istanbuler Gespräche, die die Türkei zuvor ausgerichtet hatte, an die Vermittlungsaktivitäten sowie an das Getreideabkommen, das die Sicherheit der Schifffahrt im Schwarzen Meer gewährleistete, und betonte, dass auf diesen Errungenschaften aufgebaut werden müsse.

"MEIN BESUCH WIRD ZU DIPLOMATISCHEN BEMÜHUNGEN BEITRAGEN"

Außenminister Fidan merkte an, dass der Ukraine-Besuch ein wichtiger Schritt sei, um den Knotenpunkt vor Ort zu lösen, und schloss seine Worte mit: "Wir werden die Ansichten unserer ukrainischen Kollegen und des Herrn Präsidenten Selenskyj aus erster Hand erfahren und die Botschaften unseres Präsidenten sowie unsere eigenen Beobachtungen übermitteln. Ich glaube von ganzem Herzen, dass diese Reise einen positiven Beitrag zu den diplomatischen Bemühungen zur Beendigung des Krieges leisten wird."


Nachrichtenquelle: 12punto