Aziz İhsan Aktaş, der CHP-Bürgermeister verhaften ließ, stand wegen Kindesmissbrauchs vor Gericht
Es wurde bekannt, dass Aziz İhsan Aktaş, der zu einer zentralen Figur bei den Operationen gegen CHP-geführte Kommunen wurde, im Jahr 1994 in Osmaniye wegen der Vergewaltigung eines Kindes vor Gericht stand. Fünf Jahre später zogen die Familie und das Kind ihre Anzeige zurück.
Es wurde bekannt, dass Aziz İhsan Aktaş, der im Rahmen der Operationen gegen die Stadtverwaltung von Beşiktaş als Anführer einer organisierten kriminellen Vereinigung festgenommen wurde und nach einer Kronzeugenregelung zur Verhaftung von CHP-Bürgermeistern beitrug, im Jahr 1994 – nachdem er von Diyarbakır nach Osmaniye gezogen war – wegen der Vergewaltigung eines 15-jährigen Mädchens vor Gericht stand.
WEGEN VERGEWALTIGUNG ANGEKLAGT
Wie Özgür Cebe von der Zeitung Sözcü berichtet, leitete die Generalstaatsanwaltschaft von Osmaniye gegen den damals 18-jährigen Aktaş ein Verfahren wegen verschiedener Straftaten ein. Nach einem fünfjährigen Prozess sprach das Gericht Aziz İhsan Aktaş am 7. Dezember 1999 gemäß der gesetzlichen Bestimmungen frei.

SEINE VERTEIDIGUNG VOR GERICHT
In dem Verfahren vor dem 1. Strafgericht erster Instanz in Osmaniye behauptete Aktaş, das Mädchen habe eingewilligt. Zudem behauptete er, die Angehörigen des Mädchens hätten ihn aufgrund des Vorfalls angegriffen und er habe eine Waffe zur Selbstverteidigung eingesetzt. Trotz dieser Verteidigung wurde er am Ende des Prozesses freigesprochen.
AUCH SEIN PRIVATLEBEN IST VOLLER SKANDALE...
Der 49-jährige Aktaş schwängerte seine 25 Jahre jüngere Geliebte Gökçe G.
Um diesen Umstand zu vertuschen, verheiratete Aktaş seine Geliebte kurzerhand offiziell mit einem seiner Firmenmitarbeiter. Unmittelbar danach wurde festgestellt, dass er über ein auf den Namen von Gökçe G. gegründetes Unternehmen einen Auftrag der Stadtverwaltung von Beşiktaş im Wert von 14 Millionen Lira erhalten hatte.
Es wurde festgestellt, dass sich der Auftrag, der über die Firma „İldeniz Organizasyon“ abgewickelt wurde, auf Werbe- und Organisationsdienstleistungen bezog. Die Vorgehensweise von Aktaş bei der Registrierung des aus der außerehelichen Beziehung stammenden Kindes sorgte für Aufsehen. Angeblich ging seine Geliebte Gökçe G. eine offizielle Ehe mit Şaban Ü., einem Mitarbeiter der Aktaş-Gruppe, ein. Vor dieser Eheschließung wurde Şaban Ü. jedoch aufgefordert, seinen Vor- und Nachnamen in „Aziz İhsan Aktaş“ zu ändern. Auf diese Weise wurde der Vater des neugeborenen Kindes in den Personenstandsregistern zwar nicht namentlich als Aktaş geführt, aber als jemand, der seinen Namen trug.
Im Rahmen der von der Abteilung für Bekämpfung organisierter Kriminalität (KOM) durchgeführten Ermittlungen wurde Aziz İhsan Aktaş auch zu diesem Thema befragt. Aktaş erklärte jedoch, dies sei eine private Familienangelegenheit und habe nichts mit den Ermittlungen zu tun, woraufhin er von seinem Schweigerecht Gebrauch machte.
Nachrichtenquelle: 12punto
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