Behauptung über „falsches Ziel“ bei Schulangriff mit 175 Toten
Bei der Bombardierung einer Mädchengrundschule in der iranischen Stadt Minab sind 175 Menschen ums Leben gekommen. Während die Debatte über die Verantwortung für den Angriff andauert, deuten Satellitenbilder und Open-Source-Daten darauf hin, dass der Angriff zeitgleich mit militärischen Zielen stattfand.
Die Bombardierung der Schadscharat-at-Tayyiba-Mädchengrundschule in der Stadt Minab im Süden des Iran, die zur Provinz Hormozgan gehört, hat mit mindestens 175 Todesopfern zu einer großen Tragödie geführt. Die hohe Zahl der Verstorbenen, bei denen es sich größtenteils um Schülerinnen und Lehrkräfte handelt, hat in der internationalen Öffentlichkeit für großes Aufsehen gesorgt. Nach dem Angriff behauptete die iranische Führung, der Angriff sei von den USA und Israel verübt worden, jedoch gab es von beiden Ländern keine klare Stellungnahme zu dem Vorfall.
US-Behörden gaben an, dass der Angriff untersucht werde, teilten jedoch keine weiteren Details mit. Die New York Times, die den Vorfall untersuchte, analysierte Satellitenbilder, Social-Media-Beiträge sowie verifizierte Videos und legte dar, dass der Angriff zeitgleich mit Angriffen auf einen nahegelegenen Marinestützpunkt der Iranischen Revolutionsgarde stattfand.

DEBATTE ÜBER „FALSCHES ZIEL“
Die offiziellen Erklärungen der USA zu den Angriffen auf militärische Ziele in der Nähe der Straße von Hormus zeigen, dass sich die Zeitpunkte der Angriffe überschneiden. Experten zufolge könnten die Schäden in dem Gebiet, in dem sich die Schule befindet, sowie die Spuren von „Präzisionsschlägen“ an den umliegenden militärischen Einrichtungen darauf hindeuten, dass der Angriff im Rahmen einer gezielten Operation erfolgte. Der ehemalige US-Luftwaffenoffizier Wes J. Bryant erklärte auf Basis der Analyse der Satellitenbilder, dass die Schule aufgrund einer „falschen Zielidentifizierung“ getroffen worden sein könnte.
ÄNDERUNG DER MILITÄRISCHEN NUTZUNG EINES ZIVILEN BEREICHS
Frühere Satellitenbilder zeigen, dass sich das Schulgebäude vor Jahren in einem Bereich befand, der mit dem Marinestützpunkt der Revolutionsgarde verbunden war, jedoch nach 2016 für die zivile Nutzung freigegeben wurde. Experten geben an, dass angesichts der hochentwickelten Geheimdienstkapazitäten der USA das Vorhandensein einer Schule in diesem Gebiet hätte bekannt sein müssen.
Nachrichtenquelle: 12punto
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