Beschlagnahmung von Vermögenswerten im Fall der Ege-Universität
Im Rahmen der Ermittlungen gegen die Ege-Universität wegen des Verdachts auf Unregelmäßigkeiten bei öffentlichen Ausschreibungen wurden 150 Fahrzeuge und 49 Immobilien beschlagnahmt. Nach Abschluss der Ermittlungen wurden 27 Verdächtige festgenommen; es wurde ein öffentlicher Schaden von rund 3,1 Milliarden Lira festgestellt.
Die von der Generalstaatsanwaltschaft Izmir geführten Ermittlungen zu Unregelmäßigkeiten bei öffentlichen Ausschreibungen und Direktvergaben in der Verwaltung des revolvierenden Fonds und den Einkaufsabteilungen der Ege-Universität sind in eine neue Phase eingetreten. Als Ergebnis der von der Staatsanwaltschaft durchgeführten Vermögensermittlungen wurden Vermögenswerte, die 26 Personen und 16 Unternehmen zugeordnet wurden, aufgrund der Einschätzung, dass es sich um Erträge aus Straftaten handelt, per Gerichtsbeschluss eingefroren. In diesem Zusammenhang wurden insgesamt 150 Fahrzeuge und 49 Immobilien der verdächtigen Personen und Unternehmen beschlagnahmt.
Im Rahmen der Operation, die vor Kurzem öffentlich wurde, waren Haftbefehle gegen 47 Personen erlassen worden, denen vorgeworfen wird, bestimmten Firmen Vorteile verschafft und dem öffentlichen Sektor geschadet zu haben. Bei den am 9. Juni in Izmir und fünf weiteren Provinzen gleichzeitig durchgeführten Razzien wurden insgesamt 47 Verdächtige festgenommen, darunter der mutmaßliche Anführer der Organisation, Ş.Ç., der ehemalige Dekan der Medizinischen Fakultät der Ege-Universität, D.B., und der ehemalige Verwaltungsleiter des Krankenhauses, Ö.Ö.
Von den Verdächtigen, die am 12. Juni dem Gericht vorgeführt wurden, wurden 27 inhaftiert, darunter auch Ş.Ç., D.B. und Ö.Ö.
Bei den Untersuchungen wurde festgestellt, dass durch die bei den Beschaffungsprozessen durchgeführten Transaktionen, wie sie auch in Berichten des Rechnungshofs bewertet wurden, ein öffentlicher Schaden von rund 3 Milliarden 100 Millionen Lira entstanden ist. Den in der Ermittlungsakte enthaltenen Vorwürfen zufolge soll Ş.Ç., obwohl er keine offizielle Position innerhalb der Universität innehatte, wie ein leitender Angestellter agiert haben und ihm ein eigenes Dienstzimmer in der Einrichtung zugewiesen worden sein.
Während die Ermittlungen andauern und das Ausmaß des finanziellen Schadens durch die beschlagnahmten Vermögenswerte erneut in den Fokus rückt, wird erwartet, dass sich das Gerichtsverfahren in den kommenden Tagen durch neue Beweise und Entwicklungen weiter vertiefen wird.
Nachrichtenquelle: 12punto
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