Brand in Solingen als Brandstiftung eingestuft – türkischer Journalist kritisiert Gleichgültigkeit deutscher Behörden!
Bei einem Brand in der deutschen Stadt Solingen kamen vier Personen türkischer Herkunft mit bulgarischer Staatsbürgerschaft ums Leben, darunter zwei Kinder. Nun steht fest: Es handelte sich um Brandstiftung. Wer das Feuer legte, ist bislang ungeklärt. Der Vorfall erinnert an die Solinger Brandkatastrophe von 1993, bei der fünf Türken ermordet wurden. Der Journalist Oktan Erdikmen äußerte sich auf der Social-Media-Plattform X zu dem Anschlag, bei dem vier Menschen verbrannt wurden.
In der deutschen Stadt Solingen kamen bei einem Brand in einem vierstöckigen Gebäude vier Personen aus derselben Familie, darunter zwei Kinder, ums Leben; neun weitere wurden verletzt.
In einer Erklärung der Feuerwehr hieß es, das Feuer habe im zweiten Stockwerk des vierstöckigen Gebäudes begonnen. Vier Familienmitglieder, darunter zwei Kinder, die in ihrer Wohnung im Dachgeschoss schliefen, kamen ums Leben; neun Personen wurden verletzt, zwei davon schwer.
In der Erklärung wurde außerdem mitgeteilt, dass 21 Bewohner des Gebäudes evakuiert wurden und zahlreiche durch Rauch betroffene Personen vor Ort medizinisch versorgt wurden.
Die Staatsanwaltschaft Wuppertal stellte bei den Ermittlungen fest, dass der Brand durch Brandstiftung verursacht wurde.
Es wurde zudem bekannt, dass bereits einige Tage vor dem Brand, bei dem das Haus vollständig niederbrannte, ein Kinderwagen im Flur des Gebäudes in Brand gesetzt worden war.
Der Vorfall erinnert an die Solinger Brandkatastrophe von 1993, bei der fünf Türken ermordet wurden.
IDENTITÄTEN BEKANNT
Die vier Todesopfer aus derselben Familie, darunter zwei Kinder, sind türkischstämmige bulgarische Staatsbürger.
Das türkische Generalkonsulat in Düsseldorf forderte in einer Erklärung auf der Social-Media-Plattform X, dass die Umstände des Brandes so schnell wie möglich untersucht und geklärt werden.
IN DER ERKLÄRUNG HIESS ES:
„Wir sprechen unseren in Solingen lebenden Landsleuten bulgarisch-türkischer Herkunft, die in den frühen Morgenstunden des gestrigen Tages bei einem Brand in ihrem Wohnhaus ihr Leben verloren haben, unser tiefstes Mitgefühl aus; wir wünschen ihren trauernden Angehörigen aufrichtige Anteilnahme und den Verletzten baldige Genesung. Wir hoffen nachdrücklich, dass die Umstände dieses Brandes so schnell wie möglich untersucht und aufgeklärt werden. In diesem Rahmen wird unser Generalkonsulat weiterhin in Kontakt mit den zuständigen Behörden bleiben."
DIE SOLINGER BRANDKATASTROPHE: 5 MENSCHEN ERMORDET
Die Solinger Brandkatastrophe ereignete sich am 29. Mai 1993 in der deutschen Stadt Solingen, als Neonazis das Einfamilienhaus des türkischstämmigen Ehepaares Durmuş und Mevlüde Genç in Brand setzten und dabei fünf Familienmitglieder ermordeten.
Bei dem Anschlag am 29. Mai 1993 in Solingen zündeten vier rechtsextreme Deutsche das Haus der Familie Genç an; fünf Familienmitglieder wurden dabei ermordet. Die Todesopfer aus der Familie Genç waren: Gürsün İnce, Hatice, Hülya, Saime Genç sowie Gülistan Öztürk.
JOURNALIST OKTAN ERDİKMEN REAGIERT: „KEIN EINZIGER DEUTSCHER AMTSTRÄGER WAR DA"
Der Journalist Oktay Dikmen, der die Gleichgültigkeit der deutschen Behörden kritisierte, schrieb über die vier verbrannten Türken Folgendes:
„Viele von uns haben es gar nicht mitbekommen, aber diese Woche wurden in Deutschland vier Türken lebendig verbrannt. Zwei von ihnen waren Kleinkinder. Sie wurden in winzige Särge gelegt.
Ich habe in Solingen am Totengebet teilgenommen. Kein einziger deutscher Amtsträger war da. Ich traf die Familie Genç, unsere Landsleute, die vor Jahren in derselben Stadt auf ähnliche Weise bei einem Brandanschlag ihre Angehörigen verloren haben.
Das ist nicht das erste Mal, und es wird nicht das letzte Mal sein.
'Erkenne die Wahrheit –
wir müssen füreinander einstehen.'
Nachrichtenquelle: 12punto
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