Erste Reaktion des neuen CHP-Bürgermeisters Bozbey in Bursa auf die ehemalige AKP-Verwaltung: „Bankomat-Beamten“-Abfindungen
Der neue CHP-Bürgermeister der Stadt Bursa, Mustafa Bozbey, nahm an einem von der Bewegung für Rechte und Freiheiten organisierten Iftar-Programm teil. Während der Veranstaltung äußerte er sich zu Berichten, wonach die abgewählten AKP-Verwaltungsmitglieder der Stadtverwaltung kurz vor ihrem Ausscheiden die Arbeitsverträge einiger Mitarbeiter gekündigt und deren Abfindungen ausgezahlt hätten.
Der CHP-Bürgermeister der Stadt Bursa, Mustafa Bozbey, nahm an einem von der Bewegung für Rechte und Freiheiten organisierten Iftar-Programm teil. Neben Bozbey waren auch der Bürgermeister von Osmangazi, Erkan Aydın, der Bürgermeister von Nilüfer, Şadi Özdemir, der Bürgermeister von Mudanya, Deniz Dalgıç, der CHP-Provinzvorsitzende von Bursa, Nihat Yeşiltaş, sowie die CHP-Abgeordneten aus Bursa, Kayıhan Pala und Hasan Öztürk, bei der Veranstaltung anwesend.
In seiner Rede während des Programms erklärte Bozbey, dass die ehemalige AKP-Verwaltung der Stadtverwaltung dazu übergegangen sei, die Arbeitsverträge von Mitarbeitern, bei denen es sich vermutlich um sogenannte „Bankomat-Beamte“ (Scheinbeschäftigte) handele, zu kündigen und deren Abfindungen auszuzahlen.
Bozbey sagte in seiner Rede dazu Folgendes:
„Die Ereignisse der letzten Tage, der letzten ein, zwei Tage, machen uns wirklich traurig. Letztendlich ist die Kontinuität im Staat das Wesentliche, daran glauben wir. Gleichzeitig sollten nach dem Wahlergebnis keine bestimmten Geschäfte oder Transaktionen mehr getätigt werden. Natürlich handelt es sich um öffentliche Gelder, um Steuern und Gehälter. Insbesondere am Freitag müssen die Gehälter aller unserer Arbeiter und Mitarbeiter sowie alle gesetzlich zustehenden Ansprüche unbedingt ausgezahlt werden. Das muss geschehen. Doch darüber hinaus hören wir Dinge, die uns sehr betrüben. Was uns traurig macht, ist Folgendes: Die Rechte einiger Personen, bei denen wir mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass es sich um ‚Bankomat-Beamte‘ handelt, werden gekündigt und es wird sofort versucht, deren Abfindungen auszuzahlen. Sie werden herbeigerufen und man sagt ihnen: ‚Morgen werden sie euch hier rausschmeißen. Kommt, unterschreibt jetzt schon. Nehmt eure Abfindung und geht.‘ Solche Vorgehensweisen machen uns traurig. Wir vertrauen jedem unserer Mitarbeiter einzeln. Aber es ist uns absolut unmöglich, eine solche Vorgehensweise zu akzeptieren. Der Hohe Wahlausschuss wird das Mandat höchstwahrscheinlich am Donnerstag oder Freitag übergeben. Danach würden wir natürlich gerne mit diesen Kollegen zusammenarbeiten. Wir halten es jedoch weder rechtlich noch moralisch für richtig, solche Transaktionen durchzuführen, als würde man Waren aus einem brennenden Haus retten. Es gibt natürlich auch noch andere Angelegenheiten. Ich hoffe, dass jemand diesem Treiben Einhalt gebietet und sagt, dass man das nicht tun sollte. Ich hoffe, dass wir nach unserem Amtsantritt die Einstellung vorfinden, dass man uns eine saubere Stadtverwaltung übergibt. Wir werden all dies ohnehin mit der Öffentlichkeit teilen. Ich hoffe, dass sie darauf achten werden.“
Nachrichtenquelle: 12punto
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