Frauenmord in Bursa: Eine Frau erneut von ihrem Ehemann getötet
Eine Frau, die in Bursa von ihrem Ehemann, mit dem sie sich im Scheidungsprozess befand, mit einer Schusswaffe niedergeschossen wurde, verstarb im Krankenhaus.
Während die Debatte darüber anhält, dass die Gesetze Frauen nach dem Austritt aus der Istanbul-Konvention nicht ausreichend schützen können, kommt es täglich zu neuen Frauenmorden.
Im Bezirk Osmangazi in Bursa wurde eine Zahnärztin, die von ihrem Ehemann, mit dem sie sich im Scheidungsprozess befand, mit einer Schusswaffe niedergeschossen wurde, im Krankenhaus für tot erklärt.
In der Yalman-Straße im Stadtteil Bağlarbaşı feuerte Atilla Ç. mit einer Pistole auf seine Ehefrau Yasemin Ç., als diese das Haus verließ.
Atilla Ç. floh vom Tatort.
Anwohner, die die Schüsse hörten, alarmierten die Polizei und die Rettungskräfte.
Yasemin Ç., die von den Rettungskräften in das staatliche Krankenhaus Çekirge gebracht wurde, verstarb trotz medizinischer Bemühungen.
Bei der ersten Leichenschau wurde festgestellt, dass eine Kugel das Gesicht von Yasemin Ç. streifte und im Bereich des linken Halses eindrang, wobei jedoch keine Austrittswunde gefunden wurde. Es wurde mitgeteilt, dass eine klassische Obduktion durchgeführt wird, um die genaue Todesursache zu bestimmen.
Die Polizei nahm den flüchtigen Atilla Ç. zusammen mit der Tatwaffe fest. Die Ermittlungen zu dem Vorfall dauern an.
Die Kriminalpolizei (Asayiş Şube Müdürlüğü) gab eine Erklärung zu dem Vorfall ab. In der Erklärung heißt es:
"Nachdem die Einsatzzentrale einen Vorfall mit Schusswaffenverletzung am Tatort gemeldet hatte, wurde bei den Untersuchungen festgestellt, dass das Opfer namens Yasemin ÇETİN eine Verletzung oberhalb der linken Schulter aufwies. Sie wurde mit einem 112-Rettungswagen in das staatliche Krankenhaus Çekirge gebracht, wo sie gegen 12.34 Uhr verstarb.
Das Opfer und der Tatverdächtige waren offiziell seit 23 Jahren verheiratet. Aufgrund häuslicher Unstimmigkeiten war vor 1,5 Jahren ein Scheidungsverfahren eingeleitet worden. Zwischen den Personen gab es seit 2023 insgesamt 15 polizeiliche Vorfallprotokolle und 12 Verstöße (häusliche Unstimmigkeiten/Stalking, 6284 SKM). Das Opfer hatte im Dezember 2023 die Anbringung einer elektronischen Fußfessel für den Verdächtigen beantragt, was jedoch vom Gericht abgelehnt wurde. Seit dem 03.08.2024 bestand eine einstweilige Verfügung für die Dauer von 6 Monaten. Der Verdächtige war bereits zweimal wegen Verstoßes gegen Schutzanordnungen zu Erzwingungshaft verurteilt worden und inhaftiert. Der letzte Vorfall zwischen den Personen wurde am 13.06.2024 registriert.
Der Tatverdächtige Atilla Çelik wurde von Teams der Mordkommission im Bezirk Nilüfer, Stadtteil Fethiye, festgenommen.
In seiner Aussage gegenüber dem Verdächtigen gab dieser an, dass er mit dem Opfer im Scheidungsprozess stehe und es Unstimmigkeiten gebe, sie Probleme bei der Vermögensaufteilung hätten, er gestern Fotos seiner Frau in den sozialen Medien (TikTok) gesehen habe und heute zur Tatzeit zum Tatort gegangen sei, um mit ihr zu sprechen. Dort habe er die Tat begangen und sei mit dem Fahrzeug mit dem Kennzeichen 16 L 0700 geflohen.
Die Tatwaffe wurde am Tatort sichergestellt und von der Spurensicherung aufgenommen.
Die Ermittlungen zu dem Fall werden von der Mordkommission geführt", hieß es.
Nachrichtenquelle: 12punto
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