CHP-Kongressprozess durch „Entscheidung gegen Urnengänge“ blockiert: Ein antidemokratischer Schritt
Weniger als einen Monat vor den Bezirkskongressen haben die CHP-Provinzverbände Kars, Ardahan und Iğdır beschlossen, „keine Urnen aufzustellen“. Diese Entscheidung der drei Provinzleitungen stieß in den Parteiorganisationen auf Kritik.
Gemäß dem Gesetz über politische Parteien müssen Parteitage alle zwei Jahre einberufen werden. Die CHP hatte dementsprechend vor etwa einem Monat den Beschluss für Kongresse gefasst. In einer an die Parteiorganisationen versandten Mitteilung der Cumhuriyet Halk Partisi hieß es: „Gemäß Artikel 36 unserer Satzung wurde auf der Sitzung des Zentralvorstands vom 14. Juli 2025 beschlossen, den ‚Kongresskalender‘ zu starten.“
Die Delegiertenwahlen in den Bezirken begannen am 13. August. Nach Abschluss der Delegiertenwahlen und der Einspruchsfristen sollen am 13. September die Bezirkskongresse und ab dem 11. Oktober die Provinzkongresse stattfinden. Der 39. Ordentliche Parteitag der CHP wird voraussichtlich Anfang 2026 zu einem noch bekannt zu gebenden Termin abgehalten.
DREI PROVINZLEITUNGEN HABEN ENTSCHEIDUNG GETROFFEN
Weniger als einen Monat vor den Bezirkskongressen haben die CHP-Provinzverbände Kars, Ardahan und Iğdır beschlossen, „keine Urnen aufzustellen“. Diese Entscheidung der drei Provinzleitungen stieß in den Parteiorganisationen auf Kritik. Die Entscheidung der Provinzleitungen von Kars, Ardahan und Iğdır wurde als „ein Schritt bewertet, der den Willen der Mitglieder ignoriert, einen Schlag gegen das demokratische Funktionieren der Partei darstellt und antidemokratisch ist“.
In einer Erklärung der Parteiorganisationen gegen die Entscheidung der Leitungen hieß es:
Gemäß dem Kongressbeschluss der Cumhuriyet Halk Partisi und der Parteisatzung ist es in allen Provinzen und Bezirken der Türkei zwingend erforderlich, Urnen aufzustellen. Die Entscheidung der Provinzleitungen von Kars und Iğdır, keine Urnen aufzustellen, ist jedoch ein Schritt, der den Willen unserer Mitglieder ignoriert, satzungswidrig und antidemokratisch ist.
Diese Situation versetzt dem demokratischen Funktionieren unserer Partei einen schweren Schlag und beraubt unsere Mitglieder ihres Mitspracherechts. Wir lehnen diese Haltung entschieden ab und betonen, dass wir den Willen unseres Parteivorsitzenden, Herrn Özgür Özel, ‚die Urne vor die Mitglieder zu stellen‘, nachdrücklich unterstützen und ihm unser Vertrauen aussprechen.
Darüber hinaus möchten wir besonders betonen, dass der Provinzvorsitzende von Kars in Bezug auf die aktuelle Wählerliste mit der Aussage, es handele sich „nicht um eine sehr gesunde Mitgliederliste“, unsere Mitglieder offen beleidigt hat. Zudem wurden diese Worte nicht hinter verschlossenen Türen, sondern im Beisein führender Persönlichkeiten unserer Partei geäußert. Diese Haltung bedeutet nicht nur eine Herabwürdigung unserer Mitglieder, sondern schadet auch der inneren Integrität und der demokratischen Legitimität unserer Partei.
Nachrichtenquelle: 12punto
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