CHP-Sprecher Müslim Sarı nach MYK-Sitzung mit versöhnlichen Tönen: Tür für Dialog bleibt offen
Der Zentrale Exekutivausschuss (MYK) der CHP ist zum zweiten Mal unter dem Vorsitz von Kemal Kılıçdaroğlu zusammengetreten. Wie zu erfahren war, nahmen alle Mitglieder des MYK an der Sitzung in der CHP-Parteizentrale teil.
Der CHP-Parteisprecher Müslim Sarı äußerte sich nach der unter dem Vorsitz von Kemal Kılıçdaroğlu abgehaltenen MYK-Sitzung.
Sarı betonte, dass der innerparteiliche Prozess durch Dialog gelöst werden müsse und erklärte: „Ich möchte betonen, dass die Tür für einen Dialog offen steht.“ Er unterstrich, dass am Dienstag die Fraktionssitzung stattfinden werde und Kılıçdaroğlu an dieser teilnehmen werde.
In seiner Stellungnahme nach der Sitzung sagte Parteisprecher Müslim Sarı, dass sowohl die politische Agenda der Türkei als auch innerparteiliche Entwicklungen im MYK erörtert wurden. Sarı gab an, dass auch Bewertungen zu möglichen Fahrplänen zu den Haupttagesordnungspunkten der Sitzung gehörten.
„WIR WOLLEN EINEN FAHRPLAN FESTLEGEN, OHNE DIE PARTEI ZU SPALTEN“
Sarı erklärte, dass sie daran arbeiten, den faktischen Zustand innerhalb der Partei zu beenden, und betonte, dass der Prozess im Rahmen der Rechtsnormen und ohne der Partei neue Schwierigkeiten zu bereiten, vorangetrieben werden müsse.
Sarı wies darauf hin, dass sie eine Dialogbasis mit den Namen schaffen wollen, die in der vorherigen Periode in der Führung waren, und äußerte sich wie folgt:
„Wir hatten bereits mitgeteilt, dass es wohlwollende Bemühungen gibt, die Partei in der kommenden Zeit ohne Spaltung und ohne Zwang in die notwendige Richtung zu lenken, und zwar in Einigkeit und Solidarität. Wir stehen weiterhin an derselben Stelle.“
„TÜR FÜR DIALOG OFFEN“
Sarı wiederholte ihren Vorschlag zur Bildung eines Einberufungsausschusses und sagte, sie wollten über einen Fahrplan sprechen, der die Partei im Rahmen der geltenden Rechtsnormen aus ihrer aktuellen Lage befreit und den Weg zu einem Parteitag ebnet.
Sarı merkte an, dass nach seinen Erklärungen einige scharfe Bewertungen vorgenommen wurden, betonte jedoch, dass sie trotz alledem nicht von der Dialogbasis abgerückt seien.
Sarı sagte: „Ich möchte betonen, dass die Tür für einen Dialog offen steht.“
GROSSSTADT-BÜRGERMEISTER SCHALTEN SICH EIN
Sarı erklärte zudem, dass einige Namen in diesem Prozess die Initiative ergreifen wollten und dass Gespräche mit Kemal Kılıçdaroğlu, Özgür Özel und wichtigen Persönlichkeiten der Partei geführt würden.
Sarı drückte aus, dass noch kein Konsens erzielt wurde, die wohlwollenden Gespräche jedoch andauerten. Er teilte mit, dass auch ein Treffen der drei Großstadt-Bürgermeister mit Kılıçdaroğlu und Özel auf der Tagesordnung stehe.
PARTEIRAT WIRD ZUSAMMENTRETEN
Sarı erklärte, dass der Prozess hinsichtlich der Arbeit der Parteiorgane voranschreite, und kündigte an, dass eine Sitzung des Parteirats stattfinden werde, bei der der Fahrplan der Partei erörtert werde.
Zudem gab Sarı bekannt, dass Mahir Polat zum Vorsitzenden des Hohen Disziplinarrats gewählt wurde.
KILIÇDAROĞLU WIRD AN FRAKTIONSSITZUNG TEILNEHMEN
Sarı bestätigte, dass die CHP am Dienstag eine Fraktionssitzung abhalten werde und Kemal Kılıçdaroğlu an dieser teilnehmen werde.
Sarı sagte: „Wir haben am Dienstag unsere Fraktionssitzung. Kemal Kılıçdaroğlu wird als unser Fraktionsvorsitzender teilnehmen. Unsere Entschlossenheit bleibt bestehen. Ich möchte mich nicht auf juristische Diskussionen einlassen, aber ich möchte betonen, dass wir aus politischer Sicht die Fraktionssitzung abhalten werden.“
AUSSCHLUSSVERFAHREN WERDEN EINZELN GEPRÜFT
Auf die Frage nach der Empfehlung des Hohen Disziplinarrats bezüglich der in der Vorperiode getroffenen Ausschlussentscheidungen sagte Sarı, dass in der Öffentlichkeit eine falsche Wahrnehmung entstanden sei.
Sarı stellte klar, dass der Hohe Disziplinarrat nicht beschlossen habe, dass alle Ausgeschlossenen automatisch zur CHP zurückkehren, sondern dass die Akten erneut geprüft würden.
Sarı sagte: „Wir werden in den kommenden Tagen Akte für Akte bewerten. Wenn es Ausschlüsse gab, die wir nicht akzeptieren können, werden wir die Ausschlussmechanismen in Gang setzen. Wenn Bewertungen vorgenommen wurden, die wir für wirklich ungerecht halten, werden wir deren Rechte wiederherstellen.“
„WIR WERDEN KEINE REVANCHE-MENTALITÄT AN DEN TAG LEGEN“
Sarı betonte, dass innerparteiliche Diskussionen nicht zum Gegenstand von Disziplinarmaßnahmen gemacht würden: „Wir werden Konflikte, die wir als Teil des innerparteilichen Kampfes sehen, nicht zum Gegenstand von Disziplinarmaßnahmen machen, um keine Revanche-Mentalität zu verfolgen.“
Sarı sagte, sie wollten die innerparteiliche Demokratie leben lassen, hätten aber auch rote Linien.
DISKUSSION UM DEN FRAKTIONSVORSITZ
Sarı beantwortete auch Fragen zur Fraktionssitzung und erklärte, dass politische Parteifraktionen in der Großen Nationalversammlung der Türkei (TBMM) keine eigene Rechtspersönlichkeit hätten und unter normalen Umständen der Parteivorsitzende die Person sei, die die Fraktion vertrete.
Sarı betonte, dass sie der TBMM bereits mitgeteilt hätten, dass sie die aktuelle Fraktionswahl nicht anerkennen, und sagte: „Kemal Kılıçdaroğlu wird am Dienstag in der Großen Nationalversammlung der Türkei seine Fraktionsrede halten. Unsere Entschlossenheit ist ungebrochen.“
ERKLÄRUNG ZU KİLİS
Bezüglich der Entwicklungen in Kilis sagte Sarı, dass sie keine detaillierten Informationen zu dem Thema hätten. Sarı erklärte, sie hätten Informationen erhalten, dass der Bürgermeister Kontakte zur AK-Partei habe, und fügte hinzu, dass sie noch keine umfassende Bewertung vorgenommen hätten.
Sarı betonte, dass die CHP eine schnelle Erholung benötige und sagte: „Wir müssen diesen Prozess gemeinsam vorantreiben, ohne neue Spaltungen zu verursachen.“
Nachrichtenquelle: 12punto
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