Das neue Justizjahr beginnt morgen
Die gerichtliche Sommerpause, die am 20. Juli begann und eine kollektive Urlaubszeit für die Justiz darstellt, ist beendet. Das Justizjahr 2024-2025 beginnt morgen.
Während der gerichtlichen Sommerpause, die durch ein Rundschreiben des Generalsekretariats des Rates der Richter und Staatsanwälte am 20. Juli eingeleitet wurde, befassten sich die an den Gerichten tätigen Bereitschaftsgerichte lediglich mit dringenden Fällen sowie Verfahren, in denen sich Personen in Untersuchungshaft befanden. Andere Verfahren wurden bis zum Beginn des neuen Justizjahres ausgesetzt.
Auch bei den obersten Justizorganen, dem Staatsrat (Danıştay) und dem Kassationshof (Yargıtay), waren in diesem Zeitraum Bereitschaftssenate im Einsatz. Das Verfassungsgericht war von der gerichtlichen Sommerpause nicht betroffen.
Das neue Justizjahr wird morgen mit einer Zeremonie am Kassationshof (Yargıtay) offiziell eröffnet.
WICHTIGE PROZESSE IN ANKARA
Nach Beginn des neuen Justizjahres wird die Verhandlung von Fällen, die in der Öffentlichkeit als bedeutend angesehen werden, fortgesetzt.
In diesem Rahmen finden am 9. September die Verhandlung im Fall der kriminellen Vereinigung um Ayhan Bora Kaplan und am 30. September die Verhandlung zum Mord an Doç. Dr. Sinan Ateş, dem ehemaligen Vorsitzenden der Ülkü Ocakları Bildungs- und Kulturstiftung und Dozent an der Hacettepe-Universität, statt.
Kemalettin Özdemir, gegen den wegen des Vorwurfs der "Gründung oder Leitung einer bewaffneten Terrororganisation" als angeblicher "geheimer Imam der Polizei" innerhalb der FETÖ ermittelt wird, wird sich ebenfalls am 11. September vor Gericht verantworten müssen.
Der Prozess gegen vier Angeklagte, darunter der ehemalige Präsident des Fußballclubs Ankaragücü, Faruk Koca, wegen des Angriffs auf den Schiedsrichter Halil Umut Meler nach dem Spiel zwischen MKE Ankaragücü und Çaykur Rizespor, wird am 2. Oktober fortgesetzt.
JUSTIZMINISTER TUNÇ ZUM NEUEN JUSTIZJAHR
Justizminister Yılmaz Tunç erklärte, dass man weiterhin wichtige Reformen zur Anhebung der demokratischen Standards, zur Stärkung des Rechtsstaates sowie zur Erweiterung der Grundrechte und Freiheiten umsetzen werde.
In seiner Botschaft zum Justizjahr 2024-2025 betonte Tunç, dass Gerechtigkeit das Fundament des Staates sowie die Garantie für sozialen Frieden und Wohlstand sei.
"Gerechtigkeit bedeutet, dem Berechtigten sein Recht zukommen zu lassen und alles an seinen rechtmäßigen Platz zu setzen." Mit diesen Worten unterstrich Tunç, dass die Verwirklichung der Gerechtigkeit nur durch einen Rechtsstaat und der Rechtsstaat wiederum nur durch eine unparteiische und unabhängige Justiz möglich sei.
Tunç wünschte, dass das Justizjahr 2024-2025 für das Land und die Nation von Nutzen sein möge, und wünschte den Richtern, Staatsanwälten, Anwälten und der gesamten Justizverwaltung, die sich aufopferungsvoll für die Verwirklichung der Gerechtigkeit einsetzen, viel Erfolg bei ihrer Arbeit.
Tunç hielt in seiner Botschaft Folgendes fest:
"Wie in den letzten 23 Jahren werden wir auch in Zukunft, ohne jemals vom Prinzip der Rechtsstaatlichkeit abzuweichen, unsere Arbeit entschlossen fortsetzen, um die Effizienz und Qualität der Justizdienstleistungen zu steigern, das Vertrauen in die Justiz auf ein Höchstmaß zu heben und das 'Jahrhundert der Türkei' zu einem 'Jahrhundert der Gerechtigkeit' zu machen.
Wir werden weiterhin wichtige Reformen unterzeichnen, um die Standards unserer Demokratie zu erhöhen, den Rechtsstaat zu stärken und die Grundrechte und Freiheiten auszuweiten."
Nachrichtenquelle: AA
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