DEM-Partei: Ko-Bürgermeister von Malazgirt wegen „Zopf-Plakat“ festgenommen
Die Ko-Bürgermeister der DEM-Partei in Malazgirt, Gülistan Özel und Ahmet Türker, wurden wegen des Vorwurfs der Terrorpropaganda festgenommen.
Die Ko-Bürgermeister der DEM-Partei für die Stadt Malazgirt in der Provinz Muş, Ahmet Kenan Türker und Gülistan Özel, wurden festgenommen. Wie bekannt wurde, erfolgte die Festnahme durch eine Razzia in ihren Wohnungen; die Ko-Bürgermeister wurden anschließend zur örtlichen Polizeidienststelle gebracht.
Grund für die Festnahme ist ein Ermittlungsverfahren der Generalstaatsanwaltschaft Malazgirt. Anlass war ein am Rathaus angebrachtes Plakat, das einen geflochtenen Zopf darstellte und die Aufschrift „Jin, jiyan, azadî“ (Frau, Leben, Freiheit) trug, welches als Reaktion auf die Angriffe auf Nord- und Ostsyrien aufgehängt worden war.
Es wird erwartet, dass die Ko-Bürgermeister ihre Aussagen machen werden.
STELLUNGNAHME DER DEM-PARTEI
Die Abteilung für demokratische Kommunalverwaltungen der DEM-Partei gab eine Erklärung zu den Festnahmen ab.
In der Erklärung heißt es:
„Die Angriffe, die in den letzten Tagen in Rojava stattgefunden haben, haben für unser gesamtes Volk ein besorgniserregendes Ausmaß erreicht. Dass diese Angriffe gegen den Körper von Frauen gerichtet sind, ist ein deutliches Zeichen einer reaktionären und dunklen Mentalität.
In diesem Prozess war das Aufhängen von Plakaten an unseren Rathäusern, die Symbole für den geflochtenen Zopf der Frau und die Worte JIN JIYAN AZADÎ enthielten, eine unserer Ausdrucksformen des Protests.
Trotz unseres demokratischen Protests sind die rechtswidrigen Haltungen der Strafverfolgungs- und Justizbehörden in diesem Prozess erneut deutlich geworden. Die Festnahme unserer Ko-Bürgermeister von Malazgirt, Gülistan Özel und Ahmet Kenan Türker, unter dem Vorwand der aufgehängten Plakate ist für uns inakzeptabel.
Wenn nach Schuldigen gesucht werden soll, dann sollte man auf diejenigen Strukturen blicken, die in Rojava Verbrechen gegen die Menschlichkeit begehen. Aus diesem Grund müssen unsere Ko-Bürgermeister, die ihren demokratischen Protest zum Ausdruck gebracht haben, unverzüglich freigelassen und die rechtswidrigen Praktiken beendet werden.“
Nachrichtenquelle: 12punto
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