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Diyanet betont Korruptionsbekämpfung in der Freitagspredigt

Das Präsidium für Religionsangelegenheiten (Diyanet), das regelmäßig wegen seiner luxuriösen Ausgaben und seines umstrittenen Budgets in der Kritik steht, hat in der dieswöchigen Freitagspredigt scharfe Warnungen vor Korruption, Bestechung und dem Missbrauch öffentlicher Gelder ausgesprochen. Die Predigt, in der es hieß: „Für diejenigen, die sich durch öffentliches Eigentum unrechtmäßig bereichern, gibt es am Tag des Jüngsten Gerichts nur die Qual der Hölle“, sorgte für Aufsehen.

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Diyanet betont Korruptionsbekämpfung in der Freitagspredigt

In der Predigt des Präsidiums für Religionsangelegenheiten, die am Freitag, den 28. Juni, in den Moscheen in der gesamten Türkei verlesen wurde, fanden sich markante Aussagen zur unrechtmäßigen Bereicherung durch öffentliches Eigentum. Angesichts der jüngsten Korruptions- und Bestechungsvorwürfe, die die öffentliche Agenda bestimmen, löste dieser Vorstoß der Diyanet auch in den sozialen Medien Diskussionen aus.

„ES IST, ALS WÜRDE MAN SEINEN BAUCH MIT EINEM GLÜHENDEN KOHLESTÜCK FÜLLEN“

In der Predigt wurde erklärt, dass die Veruntreuung öffentlicher Güter und Ressourcen oder deren zweckentfremdete Nutzung gleichbedeutend damit sei, „seinen Bauch mit einem glühenden Kohlestück zu füllen“. Es wurde auf ein Hadith des Propheten Mohammed (s.a.s.) verwiesen: „Niemand soll sich auch nur eine Handbreit Land aneignen, das ihm nicht zusteht! Wer dies dennoch tut, dem wird Gott am Tag des Jüngsten Gerichts die sieben Erdschichten um den Hals legen.“

AMTSMISSBRAUCH IST EINE SCHWERE SÜNDE

In der Predigt wurde betont, dass auch die Nichterfüllung öffentlicher Aufgaben, die Verzögerung von Arbeiten oder die Nutzung öffentlicher Mittel für persönliche Zwecke eine schwere Sünde darstelle. Es wurde darauf hingewiesen, dass diejenigen, die ihr Amt missbrauchen, die Rechte der Menschen verletzen.

„UNVERDIENT ERHALTENES GEHALT IST HARAM“

Darüber hinaus wurde in der Predigt hervorgehoben, dass jede Art von Zahlung, die öffentliche Bedienstete über ihre eigentliche Arbeit hinaus fordern, ein „Verrat am anvertrauten Gut“ sei. Mit dem Hadith: „Wenn wir jemanden mit einer Aufgabe betrauen und ihm für seine Arbeit ein Gehalt zahlen, dann ist alles, was er darüber hinaus annimmt, ein Verrat am anvertrauten Gut“, wurden die öffentlichen Bediensteten gewarnt.

Die Predigt wurde vor dem Hintergrund der Debatten um die Korruptionsvorwürfe gegen den inhaftierten Bürgermeister von Istanbul, Ekrem İmamoğlu, und einige Bürokraten gehalten, weshalb das Timing der Diyanet besondere Aufmerksamkeit erregte.


Nachrichtenquelle: 12punto

Diyanet-Präsident Ali Erbaş Präsidium für Religionsangelegenheiten (Diyanet)