Einstellung des Verfahrens gegen 4 Verdächtige im Fall Narin Güran: Mangel an Beweisen festgestellt
Im Rahmen der Ermittlungen zum Mord an der 8-jährigen Narin Güran wurde das Verfahren gegen vier minderjährige Verdächtige eingestellt, da keine ausreichenden Beweise vorlagen. Die Staatsanwaltschaft merkte an, dass bei Vorliegen neuer Beweise erneut gegen die Verdächtigen ermittelt werden könne.
Die Generalstaatsanwaltschaft Diyarbakır teilte mit, dass das Verfahren gegen vier Kinder, die im Rahmen der Ermittlungen zum Mord an Narin Güran als Verdächtige geführt wurden, eingestellt wurde. Die Staatsanwaltschaft erklärte, dass die Ermittlungen gegen die Beschuldigten aufgrund mangelnder Beweise in der Akte beendet wurden.
Narin Güran verschwand am 21. August 2024 im Stadtteil Tavşantepe im Bezirk Bağlar. Im Zuge der Ermittlungen zu ihrem Tod, nachdem ihre Leiche am 8. September 2024 im Bach Eğertutmaz gefunden wurde, wurde das Verfahren gegen den 16-jährigen R.A. wegen des Vorwurfs des 'vorsätzlichen Mordes an einem Kind' und der 'Vernichtung von Beweismitteln' eingestellt.
Im selben Ermittlungsverfahren wurde auch gegen den 16-jährigen M.G. das Verfahren eingestellt, da die Tatbestandsmerkmale für 'Vernichtung, Verbergen oder Veränderung von Beweismitteln' nicht erfüllt seien. Eine ähnliche Entscheidung wurde für G.G. und A.Ç.D. getroffen, da für den Vorwurf der 'Strafvereitelung' keine ausreichenden Beweise gefunden werden konnten.
Die Generalstaatsanwaltschaft Diyarbakır betonte, dass bei Erlangung neuer Beweise gemäß Artikel 172/2 der Strafprozessordnung erneut ermittelt werden könne. In der Entscheidung hieß es: ''Es wurde festgestellt, dass sich die rechtliche Einordnung der Tatbestände dahingehend gewandelt hat, dass die Handlungen in ihrer Gesamtheit den Tatbestand der 'Strafvereitelung' erfüllen.''

MORDPROZESS UM NARİN GÜRAN
Im Mordprozess um Narin Güran wurden die Mutter Yüksel Güran, der Bruder Enes Güran und der Onkel Salim Güran wegen 'gemeinschaftlichen vorsätzlichen Mordes an einem Kind' zu lebenslanger Haft verurteilt. Nevzat Bahtiyar erhielt wegen 'Vernichtung von Beweismitteln' eine Freiheitsstrafe von 4 Jahren und 6 Monaten.
Im Rahmen der Ermittlungen wurde gegen 15 Verdächtige, darunter 6 Inhaftierte und 3 Minderjährige, wegen 'Strafvereitelung' eine Haftstrafe von 6 Monaten bis zu 5 Jahren gefordert. Die Freilassung der inhaftierten Verdächtigen Hediye Güran und R.A., einem Arbeiter des Onkels Salim Güran, wurde beschlossen.
Die Generalstaatsanwaltschaft Diyarbakır hat im Zuge der Ermittlungen insgesamt gegen 31 Verdächtige die Einstellung des Verfahrens für bestimmte Straftatbestände verfügt.
Nachrichtenquelle: AA
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