Ekrem İmamoğlu lehnt Sonderbehandlung ab und setzt ein Zeichen
Der Bürgermeister der Stadt Istanbul, Ekrem İmamoğlu, wurde im Rahmen einer Untersuchung wegen „Korruption“ und „Terrorismus“ festgenommen. Während es in der Gewahrsamszelle zu einer Decken-Krise kam, setzte İmamoğlu ein Zeichen, indem er sagte: „Wenn ihr meinen Freunden keine gebt, dann gebt mir auch keine.“
Der Bürgermeister der Stadt Istanbul (İBB), Ekrem İmamoğlu, wurde am Morgen des 19. März im Rahmen von zwei separaten Ermittlungsverfahren, die von der Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft wegen „Korruption“ und „Terrorismus“ gegen die İBB eingeleitet wurden, bei einer Razzia im Morgengrauen festgenommen. Während des Gewahrsamsprozesses sorgte eine Decken-Krise für Aufsehen.
Wie aus einem Bericht von Sözcü hervorgeht, weigerten sich die Polizisten zunächst, den anderen Personen in der Gewahrsamszelle Decken zu geben. İmamoğlu reagierte darauf mit den Worten: „Wenn ihr meinen Freunden keine gebt, dann gebt mir auch keine.“
CHP-ABGEORDNETER ÖZER: „BÜRGERMEISTER EKREM HAT BEDINGUNGEN GESTELLT“
Der CHP-Abgeordnete für Istanbul und Anwalt Turan Taşkın Özer äußerte sich zu dem Vorfall und erklärte, dass İmamoğlu keine für ihn persönlich bestimmte Decke habe haben wollen:
„Die Sache mit der Decke verhält sich so: Die Anwälte wollten Bürgermeister Ekrem eine Decke bringen. Der Bürgermeister sagte zunächst: ‚Wenn ihr mir eine bringt, müsst ihr allen eine bringen. Wenn ihr sie nur mir bringt, will ich sie nicht.‘ Wir haben daraufhin etwa hundert Decken über die Anwälte nach drinnen geschickt. Es gab diesbezüglich keine Probleme, die Sicherheitskräfte haben geholfen.“
İMAMOĞLU ALLEIN IN DER GEWAHRSAMSZELLE
Özer erklärte, dass sich etwa 90 Personen im Polizeipräsidium Vatan in Gewahrsam befänden und sagte: „Sie werden getrennt voneinander festgehalten. Bürgermeister Ekrem ist allein, aber in einigen Zellen sind zwei oder drei Personen zusammen untergebracht.“
Darüber hinaus teilte Özer mit, dass in allen Zellen, in denen die Festgenommenen untergebracht sind, Betten vorhanden seien. Auf die Frage, „Hat der Bürgermeister eine Nachricht, die er von drinnen nach draußen übermitteln möchte?“, antwortete er: „Im Moment nicht. Sein Anwalt wird ihn besuchen; wenn er danach etwas zu sagen hat, wird er es mitteilen.“
Nachrichtenquelle: 12punto
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