Er war ein legendärer türkischer Medienmogul mit einem Vermögen von 500 Millionen Pfund: Jetzt liegt er im staatlichen Krankenhaus
Die beispielhafte und mahnende Lebensgeschichte eines Medienmoguls, der sich durch den Kauf bedeutender türkischer Zeitungen wie Günaydın und Güneş sowie durch die Verdrängung einer wichtigen Persönlichkeit wie Haldun Simavi einen Namen in der Geschichte der türkischen Presse machte...
In einem bei Medya Radar veröffentlichten Artikel von Varol Ersoy wird die mahnende Lebensgeschichte eines türkischen Medienmoguls beleuchtet, der mit einem Vermögen von 500 Millionen Pfund zu den reichsten Menschen der Welt zählte.
Ersoy äußerte sich in seinem Artikel wie folgt:
Sein Vater hieß İrfan, seine Mutter Safiye. Er wurde am 1. Mai 1941 in Lefke geboren. İrfan Bey war als Polizist auf Zypern tätig. Er selbst begann bereits im Kindesalter, Geld zu verdienen. Sein erster Job war der Verkauf von Zeitungen in der Region Maraş in Famagusta.
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Seine Familie zog 1963 nach England. Er selbst hatte ein Studium an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Universität Istanbul begonnen. Doch das Studium erschien ihm wenig attraktiv. Seine Gedanken waren stets bei der Geschäftswelt.
Er ging zu seiner Familie nach London.
Gemeinsam mit seinem Vater stieg er in das Geschäftsleben ein. Er kaufte einen Markt namens Wear Well.
Nach der Zypern-Friedensoperation 1974 begann er in Nikosia mit Textilgeschäften.
Im Jahr 1980 erwarb er das bankrotte Unternehmen Polly Peck International.
1983 gründete er die Kartonagenfabrik Uni-Pac Ambalaj.
Im Textilgeschäft war er äußerst erfolgreich. Polly Peck International (PPI) brach Rekorde beim Textilexport in den Nahen Osten.
Er machte das bankrott übernommene Unternehmen Polly Peck zu einem der größten Konzerne Englands.
Er selbst stieg in die Liste der 100 reichsten Geschäftsleute Englands auf. Der Bruttogewinn von Polly Peck wurde 1982 mit 9 Millionen Pfund angegeben.
1984 nannte er das erste Schiff, das er für Handelszwecke kaufte, zu Ehren seiner Mutter Safiye Sultan.
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In der Zwischenzeit stieg er auch in den türkischen Markt ein.
Die von ihm in Manisa gegründete Fabrik Vestel Elektronik Sanayi ve Ticaret A.Ş. wurde 1985 vom damaligen Ministerpräsidenten Turgut Özal eröffnet.
Zudem stieg er in die Bereiche abgefülltes Wasser, Export von Agrarprodukten und Verpackungsindustrie ein.
Sein Vermögen erreichte 1985 500 Millionen Pfund.
1988 eröffnete er die erste türkische Filiale von Pizza Hut in der Ataköy Galeria.
Auf Empfehlung von Turgut Özal kaufte er die Zeitung Günaydın von Haldun Simavi für 44 Millionen Türkische Lira und 5 Millionen Pfund und stieg damit in den Mediensektor ein.
Das reichte ihm nicht…
Er hatte sich in den Kopf gesetzt, in jeder Branche der Größte zu sein.
Nach Günaydın kaufte er die Zeitungen Güneş und Tan sowie die Gelişim-Mediengruppe, die das Magazin Nokta herausgab. Auch in der TRNZ nahm er einige Medienorgane in sein Portfolio auf.
1989 erwarb er das Obstvermarktungsunternehmen Del Monte sowie das japanische Elektronikunternehmen Sansui.
Laut einer Liste der Sunday Times war er 1990 der elftreichste Mensch Englands.
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Doch ab diesem Zeitpunkt begannen seine Geschäfte zu scheitern.
Aufgrund von Vorwürfen, durch die Gründung von Scheinfirmen die Aktien von Polly Peck International (PPI) künstlich in die Höhe getrieben zu haben, geriet er in eine Finanzkrise.
Polly Peck International (PPI) ging 1990 mit Schulden in Höhe von 550 Millionen Pfund in Konkurs.
Am 16. Dezember 1990 reiste er von Istanbul nach England. Am 17. Dezember 1990 wurde er verhaftet.
Die Zahl der gegen ihn erhobenen Vorwürfe wegen Veruntreuung erreichte im November 1991 76.
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Bis 1993 wurde er in England inhaftiert.
In der Zwischenzeit wurde fast sein gesamtes Unternehmen in der Türkei verkauft.
1993 wurde er gegen eine Kaution von 3,5 Millionen Pfund freigelassen.
Er floh mit seinem Privatjet in die TRNZ.
2010 kehrte er freiwillig nach England zurück; nach Abschluss des Verfahrens im Jahr 2012 wurde er wegen der Veruntreuung von 29 Millionen Pfund für schuldig befunden.
In dem gegen ihn geführten Prozess wurde er in 10 von 13 Anklagepunkten zu insgesamt 10 Jahren Haft verurteilt.
Das Gericht in England entschied, dass er den Rest seiner Strafe in der Türkei verbüßen könne, sofern er den geschädigten Investoren 5 Millionen Pfund zahle.
Zu diesem Zeitpunkt kehrte er in die Türkei zurück und begann anschließend in der TRNZ unter bescheidenen Bedingungen zu leben.
Von den alten Tagen war nichts mehr übrig…
Heute ist er 83 Jahre alt und liegt aufgrund schwerer gesundheitlicher Probleme im staatlichen Krankenhaus Dr. Burhan Nalbantoğlu in Nikosia.
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Der Name dieses Mannes, der sich durch den Kauf bedeutender türkischer Zeitungen wie Günaydın und Güneş sowie durch die Verdrängung einer wichtigen Persönlichkeit wie Haldun Simavi einen Namen in der Geschichte der türkischen Presse machte, lautet…
Asil Nadir!

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Diese Reise, die von einem Vermögen von 500 Millionen Pfund bis zum Krankenbett in einem staatlichen Krankenhaus führt, sollte jedem eine Lehre sein…
Was die Armee von Speichelleckern angeht, die einst nicht von seiner Seite wich…
Sie sind jetzt damit beschäftigt, die Schuhe anderer Bosse zu polieren und ihnen falsche Entscheidungen einzureden…
Nachrichtenquelle: 12punto
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