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Erdoğans Glückwunschbotschaft im Schatten von Polizeieinsätzen und Massenfestnahmen

Während die Polizei hart gegen Menschenmengen vorging, die zum Taksim-Platz marschieren wollten, wurden am 1. Mai, dem Tag der Arbeit und Solidarität, mehr als 500 Personen festgenommen. Trotz der Vorfälle gratulierte Präsident Erdoğan den Arbeitern über soziale Medien.

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Erdoğans Glückwunschbotschaft im Schatten von Polizeieinsätzen und Massenfestnahmen

In Istanbul stießen Gruppen, die anlässlich des Tages der Arbeit und Solidarität am 1. Mai zum Taksim-Platz marschieren wollten, auf den Widerstand der Polizei. Während alle Zufahrtswege zum Taksim-Platz mit Sicherheitsbarrikaden abgesperrt wurden, kam es bereits in den frühen Morgenstunden, insbesondere in der Umgebung von Mecidiyeköy, zu zahlreichen Festnahmen von Bürgern.

In vielen Straßen und Gassen der Stadt traf die Polizei umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen, was zu Problemen im öffentlichen Nahverkehr führte. Während alternative Routen bekannt gegeben wurden, wurden Arbeiter- und demokratische Massenorganisationen dazu angehalten, ihre Feierlichkeiten an alternativen Orten wie Kadıköy und Kartal abzuhalten. Im weiteren Tagesverlauf kam es zu Eingriffen gegen Mitglieder der HKP, der Revolutionären Partei (Devrim Partisi) und der Arbeiter-Studenten-Union sowie gegen Gruppen von Anwälten. Die Vereinigung Zeitgenössischer Juristen (Çağdaş Hukukçular Derneği) gab bekannt, dass die Zahl der Festnahmen auf fast 550 gestiegen sei.

ERDOĞANS 1.-MAI-BOTSCHAFT

Während sich all diese Entwicklungen abspielten, teilte Präsident Recep Tayyip Erdoğan über die Social-Media-Plattform X eine Botschaft zum 1. Mai. Erdoğan erklärte: „Ich gratuliere allen unseren Arbeiterbrüdern und -schwestern, die ihren Lebensunterhalt durch ihre Arbeit verdienen und Mehrwert für ihr Land und ihre Nation schaffen, zum 1. Mai, dem Tag der Arbeit und Solidarität, und sende allen Arbeitern, Arbeitgebern und Beschäftigten in allen Teilen unseres Landes meine Grüße und meine Zuneigung.“

Die den ganzen Tag über andauernden Einsätze und Festnahmen lösten in der Öffentlichkeit ein großes Echo aus, und Arbeiter- sowie Gewerkschaftsorganisationen reagierten mit Empörung auf die Geschehnisse. Auch in den sozialen Medien wurden unter den Hashtags #1Mayıs und #Taksim tausende Beiträge geteilt.


Nachrichtenquelle: 12punto