EŞİK kritisiert den Vorstoß des Bildungsministeriums zu Kindergärten: Die 5 Kinder in Izmir hätten überleben können
Die Plattform für Gleichberechtigung (EŞİK) hat auf die Anweisung des Bildungsministeriums (MEB) reagiert, von Kommunen betriebene Kindergärten zu schließen. In der Erklärung wurde an die 5 Kinder erinnert, die in Izmir ums Leben kamen: „Wir haben mit angesehen, wie 5 Kinder in Izmir verbrannten. Hätte es kostenlose Kindergärten gegeben, hätten diese Kinder überleben können.“
Die Plattform für Gleichberechtigung (EŞİK) hat auf das Rundschreiben des Bildungsministeriums (MEB) reagiert, das die Schließung von Kindergärten vorsieht, die von Kommunen betrieben werden. In einer von Hülya Gülbahar im Namen von EŞİK abgegebenen Erklärung hieß es: „Wir haben alle gemeinsam mit angesehen, wie 5 Kinder in Izmir verbrannten, weil ihre Mutter, die arbeiten gehen musste, keine Betreuungsmöglichkeit für sie hatte. Hätte es für sie zugängliche kostenlose Kindergärten gegeben, hätten diese Kinder überleben können.“
In der schriftlichen Erklärung wurde weiter betont: „Jedes Hindernis, das der Umsetzung gleichberechtigter Sozialpolitik durch Kommunen in den Weg gelegt wird, richtet sich gegen alle Frauen aus allen gesellschaftlichen Schichten. Wir appellieren an die Regierung: Kontrollieren Sie zuerst die den Sekten überlassenen Wohnheime und Korankurse und verhindern Sie Gewalt und sexuellen Missbrauch. Kindergärten sind ein Recht, lassen Sie sie in Ruhe.“
Hülya Gülbahar von EŞİK, die sich zu dem Thema äußerte, erinnerte daran, dass der damalige Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan im Jahr 2010 bei einem Treffen mit Frauenorganisationen gesagt hatte: „Ich glaube ohnehin nicht an die Gleichberechtigung von Mann und Frau.“ Sie erklärte, dass er damit nicht nur diese Worte ausgesprochen, sondern auch gezeigt habe, dass er gegen Kindergärten sei, die als öffentliche und institutionelle Instrumente zur Gewährleistung der Gleichstellung dienen.
Gülbahar merkte an, dass Erdoğan mit seinen Worten „Wer Kindergärten sät, erntet Altersheime“ den Weg für die Abschaffung öffentlicher Einrichtungen wie Kindergärten sowie der Pflege von Kranken, Senioren und Menschen mit Behinderungen geebnet habe, die die Teilhabe von Frauen an allen Lebensbereichen ermöglichen würden. Sie betonte, dass der öffentliche Sektor in der Folge unter dem Deckmantel von ‚Sparmaßnahmen‘ keine neuen Kindergärten mehr eröffnet habe und bestehende Einrichtungen entweder geschlossen wurden oder ihre Funktion verloren hätten.
Nachrichtenquelle: 12punto
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