Fatih Altaylıs Aussage bei der Staatsanwaltschaft aufgetaucht: 'Wer auch immer was verstehen wollte...'
Die Aussage des Journalisten Fatih Altaylı, gegen den wegen eines Beitrags in den sozialen Medien ein Ermittlungsverfahren wegen „Verherrlichung von Straftaten und Straftätern“ sowie „öffentlicher Anstiftung eines Teils der Bevölkerung zu Hass und Feindseligkeit und deren Herabwürdigung“ eingeleitet wurde und der unter Auflagen wie einem Ausreiseverbot freigelassen wurde, ist aufgetaucht.
Gegen Fatih Altaylı wurde ein Ermittlungsverfahren wegen „Verherrlichung von Straftaten und Straftätern“ sowie „öffentlicher Anstiftung eines Teils der Bevölkerung zu Hass und Feindseligkeit und deren Herabwürdigung“ eingeleitet, nachdem er auf seinem Social-Media-Account den Beitrag „Eline sağlık“ (Gesundheit für deine Hände/Gut gemacht) veröffentlicht hatte. Dies geschah, nachdem İsmail Aydemir bei einem von regierungsnahen Stiftungen und Vereinen organisierten Marsch unter dem Motto 'Barmherzigkeit für die Märtyrer, Unterstützung für Palästina, Verfluchung Israels' wegen einer Tawhid-Flagge niedergeschlagen worden war.
Im Rahmen der Ermittlungen erschien Altaylı im Justizpalast von Istanbul in Çağlayan, um bei der Staatsanwaltschaft auszusagen.
Nach seiner Aussage bei der Staatsanwaltschaft wurde er dem Bereitschaftsrichter vorgeführt und unter gerichtlicher Aufsicht mit einem Ausreiseverbot sowie einer Meldepflicht freigelassen.
FATİH ALTAYLIS AUSSAGE AUFGETAUCHT
Unterdessen ist die Aussage bekannt geworden, die Altaylı bei der Staatsanwaltschaft gemacht hat.
In seiner Aussage erklärte Altaylı: "Ich möchte zu dem Vorfall mit dem Tweet, den ich mit dem Wortlaut 'Eline sağlık' in den sozialen Medien abgesetzt habe, Folgendes sagen: Am Tag des Vorfalls saß ich mit einem Freund zusammen, der eine Werbeagentur besitzt, als in den sozialen Medien zahlreiche Beiträge zu dem Ereignis in Istanbul geteilt wurden. Ich sagte zu meinem Freund: 'Ich werde jetzt einen Tweet absetzen, mal sehen, wer sich den Schuh anzieht', und postete den Tweet 'Eline sağlık'. Nach diesem Tweet begannen viele Personen, ob sie nun an der Kundgebung teilgenommen hatten oder nicht, mich mit Ausdrücken wie 'AKP-Hund, Religionsfeind, zionistischer Hund' zu beleidigen, je nachdem, wer was verstanden hat. Wie aus den Beleidigungen hervorgeht, habe ich in meinem Tweet keine bestimmte Person oder Institution genannt. Mein Ziel bei diesem Tweet war es, die Reaktionen zu messen, ein soziales Experiment durchzuführen und anschließend einen Artikel darüber zu schreiben. Nachdem ich mein Ziel erreicht hatte, habe ich ihn aus den sozialen Medien gelöscht. Wer auch immer was verstehen wollte, hat es so verstanden. Ich weise die erhobenen Vorwürfe entschieden zurück."
Nachrichtenquelle: İHA
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