Finden Sie Nachrichten im folgenden Datumsbereich
und und
und und
und und
Löschen
Euro
Arrow
54,0185
Dollar
Arrow
44,7782
Pfund Sterling
Arrow
62,7598
Gold
Arrow
6148,3352
BIST 100
Arrow
10.729

Fatih Erbakan zum NATO-Gipfel: 'Die Türkei setzte sich als Gastgeber an den Tisch und stand als Kellner auf'

Fatih Erbakan hielt im türkischen Parlament eine Pressekonferenz zum 36. NATO-Gipfel, der unter türkischer Gastgeberrolle in Ankara stattfand, sowie zu weiteren aktuellen Entwicklungen auf der Tagesordnung.

Überlass die Wahl deiner Nachrichten nicht dem Algorithmus - entscheide selbst, was du liest. Füge 12punto zu deinen bevorzugten Quellen hinzu!
Fatih Erbakan zum NATO-Gipfel: 'Die Türkei setzte sich als Gastgeber an den Tisch und stand als Kellner auf'

Der Vorsitzende der Yeniden Refah Partisi, Fatih Erbakan, hielt im türkischen Parlament (TBMM) eine Pressekonferenz zum 36. NATO-Gipfel, der unter türkischer Gastgeberrolle in Ankara stattfand, sowie zu weiteren aktuellen Entwicklungen. Erbakan argumentierte, dass der Gipfel in der Öffentlichkeit zwar als "diplomatischer Sieg" dargestellt wurde, im Hintergrund jedoch keinerlei konkrete Erfolge für die Türkei erzielt werden konnten. Er kritisierte das ausgegebene Budget sowie das Auftreten der Staats- und Regierungschefs scharf.

Erbakan nahm die Politik der Regierung zu zahlreichen Themen ins Visier, von der Außenpolitik bis zur Innenpolitik.

"AUF DEM GIPFEL WURDE NICHT ÜBER POLITIK, SONDERN ÜBER KLATSCH GESPROCHEN"

Fatih Erbakan kritisierte den Inhalt des 36. NATO-Gipfels, der am 7. und 8. Juli in Ankara abgehalten wurde, und erklärte, dass die kritischen Probleme, die die Türkei lösen müsse, nicht auf den Tisch gebracht wurden:

"Der Gipfel wurde der Öffentlichkeit als diplomatischer Erfolg präsentiert, aber für die Türkei konnten keine konkreten Ergebnisse erzielt werden. Es wurde über Klatsch gesprochen, aber nicht über Politik. Die gegen die Türkei verhängten Sanktionen, die Embargos im Bereich der Verteidigungsindustrie und die Probleme wurden nicht einmal ordnungsgemäß auf die Tagesordnung gesetzt."

Erbakan kritisierte, dass während des gesamten Gipfels nicht die politischen Entscheidungen, sondern die Pracht der Organisation und die den Staats- und Regierungschefs servierten Speisen in den Vordergrund gerückt wurden.

"KEINE MITTEL FÜR DAS VOLK, ABER MILLIARDEN, UM DEN LÄNDERN SAND IN DIE AUGEN ZU STREUEN"

Der Vorsitzende der Yeniden Refah Partisi wies auf das Ausmaß der Ausgaben für den Gipfel hin und reagierte mit Verweis auf die Bürger, die unter wirtschaftlichen Engpässen leiden:

"Nur um den NATO-Staatschefs Sand in die Augen zu streuen, wurden Milliarden Lira für diese Organisation ausgegeben. Wenn es um unser eigenes Volk, unsere eigenen Menschen geht, heißt es, es seien 'keine Mittel vorhanden', aber für ausländische Staatschefs wird die Staatskasse bis zum Anschlag geöffnet."

REAKTION AUF TRUMPS HALTUNG: "EIN ARROGANTES 'WIR WERDEN SEHEN'"

Erbakan fasste die Kontakte mit US-Präsident Donald Trump und die allgemeine diplomatische Bilanz des Gipfels mit einem markanten Vergleich zusammen:

"Das Einzige, was Trump mit all seiner Arroganz und Überheblichkeit sagte, war der Satz: 'Ich habe meine endgültige Entscheidung noch nicht getroffen, aber ich denke positiv.' Das bedeutet ein herablassendes 'Wir werden sehen'. Es gibt weder ein Versprechen noch eine Garantie. Er hat auf äußerst arrogante Weise gesagt, dass man je nach Situation 'sehen werde, wenn die Zeit reif ist'."

Erbakan erklärte, dass dieses Bild inakzeptabel sei und sagte: "Die Türkei setzte sich beim NATO-Gipfel als Gastgeber an den Tisch, stand aber leider als Kellner auf."

BEWERTUNG ZUM 15. JULI: "DIE REGIERUNG HAT SCHWERE VERSÄUMNISSE"

In seiner Rede ging Fatih Erbakan auch auf den Putschversuch vom 15. Juli ein und argumentierte, dass der Prozess hätte verhindert werden können. Erbakan erklärte, dass hinter der tiefen Verwurzelung der FETÖ in den staatlichen Institutionen langjährige falsche politische Entscheidungen stünden, und fügte hinzu, dass die Regierung in diesem Prozess sehr schwere Versäumnisse begangen habe.


Nachrichtenquelle: 12punto