Fernas-Bergleute stoßen auf Polizeibarrikade
Die Bergleute von Fernas Madencilik stießen auf ihrem Marsch von Soma nach Ankara auf eine Polizeisperre. Die Bergleute, die barfuß liefen, wollten das Parlament der Republik Türkei erreichen, um gegen mangelnde Arbeitssicherheit und niedrige Löhne zu protestieren. Auch Kemal Kılıçdaroğlu schloss sich dem Marsch der Bergleute an.
Der Widerstand der Bergleute, die im Bezirk Soma in der Provinz Manisa für das Unternehmen Fernas Madencilik – das dem AKP-Abgeordneten Ferhat Nasıroğlu gehört – arbeiteten und entlassen wurden, weil sie der Gewerkschaft der unabhängigen Bergleute (Bağımsız Maden İş) beigetreten waren, hält an.

Die Arbeiter, deren Forderungen nicht erfüllt wurden, starteten am 25. September einen Marsch von Soma in Richtung Ankara.

Die Arbeiter, die heute vor dem Parlament erwartet wurden, wurden bei der Einfahrt nach Ankara von der Polizei gestoppt.

'SIE SAGTEN, DASS SIE UNS NIEMALS DURCHLASSEN WÜRDEN'
Der Fernas-Arbeiter Eyip Can, dessen Einreise nach Ankara blockiert wurde, äußerte sich wie folgt: "Sie haben uns an der Polizeikontrollstelle am Eingang von Ankara angehalten. Sie sagten, dass sie uns niemals durchlassen würden. Wir sind entschlossen, wir werden bis zum Ende Widerstand leisten und wir werden hier definitiv durchkommen. Selbst wenn es mit dem Tod endet."

AUCH KEMAL KILIÇDAROĞLU WAR VOR ORT
Der ehemalige CHP-Vorsitzende Kemal Kılıçdaroğlu empfing die von Soma nach Ankara marschierenden Fernas-Bergleute am Stadteingang von Ankara und bekundete seine Unterstützung.
In seiner Presseerklärung sagte Kılıçdaroğlu: "Niemand kann akzeptieren, dass Arbeitern ein verfassungsmäßiges Recht entzogen wird. Doch in Ländern mit Ein-Mann-Regimen haben es Arbeiter schwer, ihre Rechte durchzusetzen. Die Verfassung garantiert das Streikrecht. Die Verfassung garantiert das Recht auf Tarifverträge. Die Verfassung garantiert das Recht, Gewerkschaften zu gründen. Jetzt wollen die Arbeiter eine Gewerkschaft gründen, sie wollen sich gewerkschaftlich organisieren und ihre Rechte einfordern. Sie sind von Izmir aus aufgebrochen und kommen barfuß hierher. Um ihre Rechte zu suchen...
Es ist die Pflicht jedes Bürgers, Ihre Rechte zu verteidigen. Wir glauben an Sie, wir vertrauen Ihnen. Ich sage Ihnen allen: Willkommen in unserer Hauptstadt Ankara."

Nachrichtenquelle: 12punto
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