Grundlegende Änderungen beim Unterhalt stehen bevor! Diese Praxis wird abgeschafft
Im Rahmen der Familienrechtsreform des Justizministeriums stehen wichtige Änderungen bei Scheidungsverfahren auf der Tagesordnung. Gemäß der neuen Regelung sollen Vermögensaufteilung, Unterhalt, Entschädigung und Sorgerechtsstreitigkeiten künftig getrennt voneinander behandelt werden. Während der unbefristete Unterhalt weitgehend abgeschafft wird, wurde betont, dass Ausnahmen beibehalten werden, um Benachteiligungen zu vermeiden.
Das Justizministerium bereitet eine umfassende Reform im Bereich des Familienrechts vor. Gemäß der neuen Regelung sollen Scheidungsverfahren schneller und effizienter durchgeführt werden.
In diesem Rahmen werden die Themen Vermögensaufteilung, Unterhalt, Entschädigung und Sorgerecht jeweils als separate Verfahren behandelt. Damit soll verhindert werden, dass durch langwierige Scheidungsprozesse Nachteile für die Betroffenen entstehen.
SCHEIDUNGSDAUER WIRD VERKÜRZT
Dem Bericht von Yeşim Eraslan von der Zeitung Türkiye Gazetesi zufolge wurden für die vom Justizministerium erarbeitete Studie internationale Beispiele untersucht. Ähnlich wie bei den Praktiken in Europa sollen für jedes Thema spezifische Klagen eingereicht werden, um eine unnötige Verlängerung des Scheidungsprozesses zu verhindern.
Auf diese Weise soll das psychologische und wirtschaftliche Leid der Parteien minimiert werden. Zudem soll bei Streitigkeiten ohne Gewalt ein Mediationsmechanismus eingeführt werden.
UNBEFRISTETER UNTERHALT WIRD ABGESCHAFFT, AUSNAHMEN BLEIBEN BESTEHEN
Auch das Thema des lebenslangen Unterhalts ändert sich mit der neuen Regelung grundlegend. Umstrittene Praktiken, wie etwa die jahrelange Unterhaltszahlung nach einer nur eintägigen Ehe, werden beendet.
Bei der Festlegung der Unterhaltsdauer werden Faktoren wie die Ehedauer, die wirtschaftliche Situation der Parteien und der Grad des Verschuldens berücksichtigt. Für Frauen, die arbeitsunfähig sind, wird die Praxis des unbefristeten Unterhalts jedoch fortbestehen.
ZIEL IST EIN GERECHTES SYSTEM
Mit der neuen Regelung ist geplant, ein gerechteres und nachhaltigeres System für Scheidungsverfahren einzuführen.
Insbesondere durch die getrennte Behandlung von Vermögensaufteilung und Unterhaltsklagen soll verhindert werden, dass die Parteien benachteiligt werden. Es wird erwartet, dass das Justizministerium diese Reform in naher Zukunft auf die Tagesordnung der Großen Nationalversammlung der Türkei (TBMM) bringt.
Nachrichtenquelle : 12punto
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