Im Rahmen der IMM-Operationen inhaftiert… Murat Ongun mit brisanten Vorwürfen: Wird Druck auf Geschäftsleute ausgeübt?
Der Vorstandsvorsitzende der IMM Medya AŞ, Murat Ongun, erklärte, dass sie im Zuge der Ermittlungen wegen „Korruption“ und des „Stadtkonsenses“ (Kent Uzlaşısı) aufgrund von Zeugenaussagen inhaftiert wurden. Er gab an, Berichte erhalten zu haben, wonach Geschäftsleute, deren Vermögenswerte beschlagnahmt wurden, dazu gezwungen würden, Ekrem İmamoğlu und sein Team zu verleumden. Ongun antwortete aus dem Gefängnis auch auf die Vorwürfe bezüglich Mieten und finanzieller Unterstützung.
Murat Ongun, Vorstandsvorsitzender der İBB Medya AŞ, der im Zuge der am 19. März gegen die Stadtverwaltung Istanbul (IBB) durchgeführten umfassenden Operation zusammen mit dem IBB-Bürgermeister Ekrem İmamoğlu inhaftiert wurde, äußerte sich aus dem Gefängnis heraus zu den laufenden Ermittlungen.
In einem Gespräch mit Ali Macit von der Zeitung Sözcü betonte Ongun, dass die Vorwürfe gegen ihn lediglich auf Zeugenaussagen beruhten und weder in den MASAK-Berichten noch in den Akten konkrete Beweise vorlägen. Ongun erklärte, dass die Aussagen anonymer Zeugen bei den Ermittlungen ausschlaggebend seien, und teilte zudem eine neue Behauptung mit der Öffentlichkeit.
''SIE WERDEN ZUR VERLEUMDUNG GEZWUNGEN''
Ongun gab an, Informationen darüber erhalten zu haben, dass einige Geschäftsleute, deren Vermögenswerte beschlagnahmt wurden, unter Druck gesetzt würden, um Ekrem İmamoğlu und sein enges Umfeld zu verleumden. Er erklärte, dass diese Personen im Rahmen des Gesetzes über die tätige Reue beeinflusst würden: „Uns erreichen Berichte, dass Geschäftsleute, deren Unternehmen, Konten und Vermögenswerte beschlagnahmt wurden, dazu gezwungen werden, uns zu verleumden“, sagte er.
„Ich hoffe, dass niemand diesen Weg wählt, um die Ersparnisse von Jahren und sein Eigentum zu schützen. Ich hoffe, dass diese Behauptungen nur Behauptungen sind. Verleumdung bringt niemandem etwas. Weder heute noch morgen.“
''EINE ERMITTLUNG WIE EIN WITZ''
Ongun wies auf die Unseriosität der gegen ihn erhobenen Vorwürfe hin und sagte: „Wenn Juristen mit universellem Rechtsverständnis die gegen mich erhobenen Vorwürfe und Fragen sehen würden, müssten sie laut lachen. Sie würden es entweder für einen Witz halten oder über den Zustand weinen, in den das Rechtssystem gebracht wurde.“
Ongun erklärte, dass Inspektoren seit ihrem Amtsantritt im Jahr 2019 „ihr Lager“ bei der IBB aufgeschlagen hätten und alle Geschäfte und Transaktionen, einschließlich derer der Tochtergesellschaften, akribisch geprüft worden seien, ohne dass jedoch Unregelmäßigkeiten festgestellt werden konnten.
''WIR SIND ZIELWEISS, WEIL SICH İMAMOĞLU AUF DIE PRÄSIDENTSCHAFT VORBEREITET''
Ongun vermutete ein politisches Motiv hinter den Ermittlungen und bewertete die Situation wie folgt: „Der wahre Grund für das Geschehene ist, dass man der Mitarbeiter des nächsten Präsidentschaftskandidaten und zukünftigen Präsidenten ist.“
ANTWORT AUF MIETVORWÜRFE
Ongun klärte auch die in der Öffentlichkeit für Diskussionen sorgenden Vorwürfe auf, er zahle eine Miete, die über seinem Einkommen liege. Er erklärte, dass er 2019 zwar das Recht gehabt hätte, in einer IBB-Dienstwohnung zu wohnen, dieses Recht jedoch auf den Hinweis von Ekrem İmamoğlu hin („Das ist für Beamte, fordere das nicht an“) nicht genutzt habe. Ongun gab bekannt, dass İmamoğlu ihn nach diesem Prozess finanziell unterstützt habe, und betonte, dass er diese Information zum ersten Mal und mit Zustimmung von İmamoğlu teile.
''WIR SIND TEIL EINER POLITISCHEN ABRECHNUNG''
In seiner Erklärung aus dem Gefängnis betonte Ongun, dass die laufenden Ermittlungen kein juristischer, sondern ein Teil einer politischen Abrechnung seien. Er erinnerte zudem daran, dass einige der Zeugen Mitglieder der Regierungspartei seien oder persönliche Feindseligkeiten gegenüber der IBB hegten.
Auch IBB-Bürgermeister Ekrem İmamoğlu hatte kürzlich in einer Erklärung aus dem Gefängnis darauf hingewiesen, dass Personen dazu gezwungen würden, als anonyme Zeugen oder Falschaussager aufzutreten, da in der Akte keine Beweise gefunden werden konnten.
Nachrichtenquelle : 12punto
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