Mögliche Nachfolger für Ali Erbaş bekannt: Drei Optionen im Gespräch
Die Amtszeit von Ali Erbaş, der seit 2017 das Amt des Präsidenten für religiöse Angelegenheiten (Diyanet) innehat, endet morgen. Während die Frage nach seiner Nachfolge für Spannung sorgt, werden in politischen Kreisen der stellvertretende Präsident Salim Argun, der Istanbuler Mufti Safi Arpaguş sowie der erneut zur Debatte stehende Erbaş selbst als mögliche Kandidaten gehandelt.
Die achtjährige Amtszeit von Ali Erbaş, der 2017 zum Präsidenten für religiöse Angelegenheiten ernannt wurde, endet morgen. Während seiner Amtszeit stand Erbaş aufgrund von Predigten, Haushaltsausgaben, Diskussionen um Dienstwagen sowie Vorwürfen bezüglich säkularismusfeindlicher Praktiken häufig in der Kritik.
DREI SZENARIEN IM GESPRÄCH
In den Kreisen der Diyanet werden derzeit drei verschiedene Szenarien für die Besetzung des Präsidentenstuhls diskutiert.
Berichten von Halktv zufolge gehören dazu der derzeitige stellvertretende Präsident Salim Argun, der Istanbuler Mufti Safi Arpaguş sowie Ali Erbaş, der sein Amt fortsetzen möchte.
NAME VON SALIM ARGUN RÜCKT IN DEN FOKUS
Der 1971 in Düzce geborene Salim Argun kehrte 2013 nach langjähriger Tätigkeit im Ausland in die Türkei zurück. Er war akademisch an der Theologischen Fakultät der Universität Istanbul tätig. Argun wechselte 2017 zur Diyanet und fungiert derzeit als stellvertretender Präsident, der für die Generaldirektion für Außenbeziehungen sowie die Generaldirektion für Hadsch- und Umrah-Dienste verantwortlich ist.
ISTANBULER MUFTI SAFI ARPAGUŞ EBENFALLS EIN KANDIDAT
Ein weiterer Name, der für das Präsidentenamt genannt wird, ist der Istanbuler Mufti Safi Arpaguş. Der 1967 in Amasya geborene Arpaguş wurde 2021 per Dekret von Präsident Erdoğan zum Mufti von Istanbul ernannt. Er ist weiterhin als Dozent am Fachbereich für Sufismus der Theologischen Fakultät der Marmara-Universität tätig.
ERBAŞ STREBT ERNEUTE ERNENNUNG AN
Das dritte Szenario ist die Möglichkeit, dass Ali Erbaş im Amt bleibt. Quellen aus der Diyanet zufolge hat sich Erbaş aufgrund des Ablaufs seiner Amtszeit bereits von den Mitarbeitern der Behörde verabschiedet. Obwohl darauf hingewiesen wird, dass eine erneute Ernennung gemäß den Vorschriften nicht möglich sei, heißt es, dass Erbaş verschiedene Kontakte knüpfe, um seine Amtszeit fortsetzen zu können.
Nachrichtenquelle : 12punto
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