Neue Aufnahmen im Fall Narin Güran aufgetaucht! Er ist 150 Meter mit der Leiche gelaufen
Im Rahmen der Ermittlungen zum Mord an Narin Güran sind neue Aufnahmen aufgetaucht.
Die Ermittlungen zum Mord an Narin Güran, die am 21. August im Stadtteil Tavşantepe im Bezirk Bağlar in Diyarbakır als vermisst gemeldet worden war und deren lebloser Körper 19 Tage später gefunden wurde, dauern an.
Bei dem brutalen Mord, der die Türkei erschüttert hat, wurden 12 Personen festgenommen, darunter Narins Mutter, ihr Bruder und ihr Onkel.
Nachdem der leblose Körper der 8-jährigen Narin gefunden wurde, gibt es eine neue Entwicklung bezüglich des inhaftierten Nevzat Bahtiyar, der gestanden hat, die Leiche im Eğertutmaz-Bach versteckt zu haben.
Wie Özgür Cebe von Sözcü berichtet, wurde im Fall Narin Güran mitgeteilt, dass die an das TÜBİTAK übermittelten Videoaufnahmen das wichtigste Beweismittel darstellen, das die Identität des oder der Täter enthüllen soll.
Die Aufnahmen der sogenannten „Şahin Gözü“ (Falkenauge)-Kamera, die über einen 360-Grad-Blickwinkel verfügt und eine Reichweite von 20 Kilometern hat, mit der der Eğertutmaz-Bach sowie die Ebene mit den Baumwoll- und Maisfeldern unterhalb des Dorfes überblickt werden können, sowie die Aufnahmen der Schulkamera, auf denen Narin zuletzt am Tag des Vorfalls um 15.15 Uhr zu sehen war, wurden zur Auswertung an das TÜBİTAK geschickt.
GELÖSCHTE AUFNAHMEN GEHÖREN ZU DEN DIGITALEN MATERIALIEN
Nach der Verhaftung des Onkels Salim Güran am 2. September ließen Familienmitglieder Überwachungskameras in ihren Häusern installieren. Die Aufnahmen, die sie nach dem Auffinden von Narins Leiche am 8. September löschten, gehören zu den digitalen Materialien, deren Aufzeichnungsgerät zur Wiederherstellung der Daten an das TÜBİTAK geschickt wurde.
Es wurde festgehalten, dass das Ergebnis, das aus der Auswertung der Aufnahmen durch ein sechsköpfiges Sachverständigengremium gewonnen wird, die Ermittlungen maßgeblich beeinflussen wird.
ER HAT DAS FAHRZEUG IN RICHTUNG DORF GELENKT UND IST MIT DER LEICHE ZUM BACH GELAUFEN
Unterdessen wurden bei der Auswertung der Aufnahmen der „Şahin Gözü“-Kamera (Falkenauge), die zum Militärstützpunkt gehört und von denen ein Teil bereits analysiert wurde, wichtige Erkenntnisse gewonnen.
In den 7 Minuten und 28 Sekunden langen Aufnahmen wurde festgestellt, dass der geständige Nevzat Bahtiyar mit seinem Fahrzeug mit dem Kennzeichen 23 AN 630 auf einem unbefestigten Weg vom Dorf in Richtung des Bachbetts fuhr und an einem Punkt nahe des Bachs anhielt.
Es wurde festgestellt, dass Bahtiyar das laufende Fahrzeug unter Bäumen parkte, sich dann in Richtung des Dorfes umdrehte und anschließend mit dem Sack, in dem sich die Leiche von Narin befand, aus dem Auto stieg und in Richtung des Bachufers ging.
SATELLITENBILDER UND KOORDINATEN DES GEBIETS AUSGEWERTET
Nach der Untersuchung der Satellitenbilder der zurückgelegten Strecke und der Auswertung der Koordinaten des Fundortes wurde festgestellt, dass die Person 150 Meter weit gelaufen ist, ohne den Sack mit der Leiche fallen zu lassen oder auf den Boden zu legen. An einem Punkt, an dem das Erdreich auf das Wasser trifft, nahm sie den Sack vom Arm, band ihn zunächst zu und wartete eine gewisse Zeit, bevor sie ihn ablegte.
Den Satellitenbildern zufolge wurde festgestellt, dass Nevzat Bahtiyar bei seinem zweiten Versuch an den Koordinaten 37.SBF 06008 89639, an der Stelle, an der der Bach auf das Erdreich trifft, die Leiche zusammen mit dem Sack unter einem Felsbrocken versteckte und sie mit drei großen Felsstücken fixierte, um zu verhindern, dass der Körper von der Strömung mitgerissen wird.
DAMIT ER NICHT ANS UFER GESCHWEMMT WIRD, UNTER EINEM FELSEN FIXIERT UND DESSEN SCHNELLE VERWESUNG HERBEIGEFÜHRT
Den Informationen aus der Ermittlungsakte zufolge wurde bekannt, dass Nevzat Bahtiyar die Leiche unter einem Felsbrocken einklemmte und mit weiteren großen Felsstücken bedeckte, um zu verhindern, dass sie von der Strömung mitgerissen oder an das Ufer geschwemmt und dort von Hirten oder Dorfbewohnern am Bachlauf entdeckt werden könnte. Auf diese Weise habe er durch die schnelle Verwesung im Wasser die Sicherung von Beweisen verhindert.
Die ausgewerteten Aufnahmen bestätigten zudem die Protokolle der Ortsbegehung und der Rekonstruktion, die der geständige Nevzat Bahtiyar in Anwesenheit des Staatsanwalts durchgeführt hatte.
Dem Protokoll zur Ortsbegehung in der Akte von Nevzat Bahtiyar zufolge legte er nach 150 Metern Fußweg die Leiche an einem Punkt, an dem Wasser und Erde aufeinandertreffen, unter einem Felsbrocken fest, um sie zu verstecken. Anschließend entfernte er sich mit seinem Fahrzeug vom Tatort und fuhr in Richtung der Ortschaft Çarıklı.
Alle Augen richten sich nun auf das Sachverständigengutachten des TÜBİTAK zu den Bildanalysen.
Die Präsenz von zwei weiteren Verdächtigen, die auf den Aufnahmen am Tatort zu sehen sind, sowie die Identifizierung dieser Personen werden auch Aufschluss über die Identität des oder der Täter geben.
Nachrichtenquelle : 12punto
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