Neue Regelung für den Mietmarkt durch die Regierung: Wohnraumoffensive beginnt
Die Zentralbank der Republik Türkei sowie das Ministerium für Schatz und Finanzen ergreifen neue Maßnahmen, um den Anstieg der Mietpreise unter Kontrolle zu bringen. Während eine Mietdatenbank auf Basis von Grundbuch- und MERNİS-Daten erstellt wird, werden Mietverträge auf das E-Government-Portal (e-Devlet) verlagert. Die Kontrollen für Vermieter werden verschärft, und es wurde angekündigt, dass die letzten 5 Jahre rückwirkend überprüft werden.
Während der Anstieg der Mietpreise weiterhin eines der größten Probleme der türkischen Wirtschaft darstellt, ergreift die Regierung neue Maßnahmen, um gegen informelle Vermietungen vorzugehen und die Preise zu kontrollieren.
Die aufeinanderfolgenden Ankündigungen der Zentralbank der Republik Türkei (TCMB) und des Ministeriums für Schatz und Finanzen bezüglich des Mietmarktes deuten darauf hin, dass bedeutende Veränderungen im Sektor bevorstehen.
Der Minister für Schatz und Finanzen, Mehmet Şimşek, gab bekannt, dass in der Türkei erstmals mit der Erstellung einer umfassenden Mietdatenbank begonnen wurde.
Unter Verwendung von Daten aus dem Grundbuchamt und dem MERNİS (Zentrales Bevölkerungsverwaltungssystem) werden Mietverträge registriert. Durch dieses System soll sowohl eine transparente Festlegung der Mietpreise erreicht als auch informellen Einkünften entgegengewirkt werden.
MIETVERTRÄGE AUF E-DEVLET VERLAGERT
Einer der bemerkenswertesten Schritte der Regierung war die Registrierung von Mietverträgen über das E-Government-Portal (e-Devlet). Dank dieser Anwendung können sowohl Vermieter als auch Mieter die Mietbeträge und Vertragsdetails in das offizielle staatliche System eintragen und sich so rechtlich absichern.
Nach Angaben von Finanzminister Mehmet Şimşek wurden bisher über 11.600 Mietverträge in das E-Devlet-System übertragen und 38.000 Mieter haben ihre Mietdaten in das System eingegeben.
Sollten Vermieter keine Steuererklärung abgeben, werden die Kontrollen verschärft; es wurde angekündigt, dass nicht nur das Jahr 2024, sondern die letzten fünf Jahre rückwirkend geprüft werden.
KONTROLLEN WERDEN VERSCHÄRFT
Das Ministerium führt zudem intensive Arbeiten zur Besteuerung von Mieteinkünften durch. Minister Şimşek erklärte, dass im vergangenen Jahr 425.000 Wohnungen kontrolliert wurden und 376.000 davon erstmals eine Steuererklärung abgaben.
In diesem Rahmen gingen Kontrollteams von Tür zu Tür, um Mieter zu identifizieren und Vermieter dazu aufzufordern, ihre Mieteinkünfte zu deklarieren. Şimşek äußerte sich dazu: „Wir haben den Vermietern Nachrichten geschickt und gesagt: ‚Geben Sie eine Steuererklärung ab‘. Wenn keine Erklärung abgegeben wird, leiten wir Prüfungen ein.“
MIETINFLATION WEITERHIN HOCH
Im Bericht zur Preisentwicklung für Januar, der von der Zentralbank der Republik Türkei (TCMB) veröffentlicht wurde, wurde betont, dass die Mietinflation trotz einer Verlangsamung weiterhin auf einem hohen Niveau liegt.
Auf Jahresbasis sank die Mietinflation auf 100,64 Prozent und zeigte damit einen begrenzten Rückgang.
TCMB-Präsident Fatih Karahan erklärte im jüngsten Inflationsbericht ebenfalls, dass sich die Mietanstiegsraten verlangsamt hätten, der Rückgang jedoch nicht sehr schnell erfolgen werde. Karahan sagte: „Die Dienstleistungsinflation sinkt allmählich, aber die Starrheit bei den Mietpreisen wird anhalten.“
WOHNUNGSBAUOFFENSIVE DER REGIERUNG
Die Regierung, die Lösungen für die Mietkrise finden will, startet eine Offensive zur Steigerung des Wohnungsangebots, um die Mietpreise langfristig zu senken. Finanzminister Mehmet Şimşek erklärte, dass die Mietpreise durch eine Erhöhung der Wohnungsbauproduktion in den kommenden Jahren unter Kontrolle gebracht werden sollen.
Şimşek sagte: „Wir hoffen, die Mieten in den kommenden Jahren durch eine Wohnungsbauoffensive und die Erhöhung des Wohnungsangebots unter Kontrolle zu bringen.“
WARNUNG AN VERMIETER
Mit der Verschärfung der Steuerprüfungen durch die Regierung werden für Vermieter, die informelle Mieteinkünfte erzielen, ernsthafte Sanktionen erwartet. Mehmet Şimşek betonte: „Wir kennen die Wohnungseigentümer, die Mieter, die verwandtschaftlichen Beziehungen und die vergleichbaren Mieten in der Region. Wenn keine Steuererklärung abgegeben wird, werden wir die letzten 5 Jahre rückwirkend prüfen.“
Insbesondere die Verlagerung von Mietverträgen auf das E-Devlet-System ist von großer Bedeutung für die Transparenz von Mieteinkünften und die Erhöhung der Besteuerung. Diese Schritte der Regierung zielen darauf ab, Mieter vor hohen Preisen zu schützen und die Schattenwirtschaft zu minimieren.
Nachrichtenquelle : 12punto
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