Silivri überfüllt: Neue Details aus dem Gefängnis enthüllt! Häftlinge schlafen in der Küche
Die Haftbedingungen von Çağlar Türkmen, dem inhaftierten Leibwächter des Istanbuler Bürgermeisters Ekrem İmamoğlu, im Marmara-Gefängnis sind bekannt geworden. In einer für 35 Personen ausgelegten Zelle sind mehr als 50 Menschen untergebracht; die Häftlinge müssen auf dem Boden und in der Küche schlafen. Hier sind die Einzelheiten...
Die Haftbedingungen von Çağlar Türkmen, dem Personenschützer des Istanbuler Bürgermeisters Ekrem İmamoğlu, der im Rahmen einer Untersuchung gegen die Stadtverwaltung von Istanbul (İBB) festgenommen wurde, sind im Marmara-Gefängnis in Silivri zum Gesprächsthema geworden.
Wie die Zeitung Cumhuriyet berichtet, wurde bekannt, dass Türkmen in einer Zelle untergebracht ist, die trotz einer Kapazität von 35 Personen mit mehr als 50 weiteren Häftlingen belegt ist.
Aufgrund der Überbelegung im Gefängnis seien einige Häftlinge gezwungen, auf dem Boden oder sogar in der Küche zu schlafen. Zudem wurde behauptet, dass es erhebliche Einschränkungen beim Zugang zu Zeitungen gebe und das Recht der Häftlinge auf Informationsbeschaffung behindert werde.
KEINE ARBEITSZEIT, KEIN GEHALT: FINANZIELLE NOTLAGE WÄHREND DER HAFT
Es wurde bekannt, dass Çağlar Türkmen, der in seiner polizeilichen Aussage ein monatliches Einkommen von 55.000 TL angab, während seiner Haftzeit kein Gehalt beziehen kann, da er nicht im Beamtenstatus angestellt ist. Diese Situation wird als ein Faktor bewertet, der den Lebensunterhalt seiner Familie direkt beeinträchtigt.
Nach Türkmen wurde auch Mustafa Akın, der langjährige Leiter des Personenschutzes von İmamoğlu, am 27. Mai in der vierten Welle der Ermittlungen festgenommen. Bei einer Durchsuchung von Akıns Haus wurden in einem Tresor 48 Patronen für seine registrierte Dienstwaffe gefunden.
In regierungsnahen Medien wurde behauptet, dass sich in dem Tresor eine große Menge an Devisen befunden habe, und entsprechendes Bildmaterial wurde verbreitet. Es stellte sich jedoch schnell heraus, dass es sich bei den gezeigten Aufnahmen nicht um den Vorfall handelte, sondern um Archivmaterial verwendet wurde.
Der CHP-Vorsitzende Özgür Özel reagierte scharf auf diese Situation in einer Erklärung anlässlich des 100. Tages der Inhaftierung von Ekrem İmamoğlus Mitarbeitern. Er äußerte sich wie folgt: „Im Durchsuchungsprotokoll stehen nur Patronen. Als wir sagten, dass kein Geld gefunden wurde, hieß es: ‚Wir hatten kein Bildmaterial, wir haben Archivmaterial verwendet.‘ Ich richte mich an diejenigen, die dieses Bild verbreitet haben, und an diejenigen, die die Verbreitung angeordnet haben: Warten Sie bis zur Wahl!“
Nachrichtenquelle : 12punto
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