Skandal-Bericht mit 99 Seiten aufgetaucht: DEM fordert 'politische Rechte' für Öcalan und greift Vertrag von Lausanne an
Die DEM-Partei fordert in einem 99-seitigen Bericht, der im Rahmen des Prozesses für eine „Türkei ohne Terror“ erstellt wurde, ein „Recht auf Hoffnung“ sowie einen politisch-rechtlichen Status für den PKK-Anführer Abdullah Öcalan und greift dabei den Vertrag von Lausanne an.
Im Rahmen des zweiten Öffnungsprozesses, dessen Architekt MHP-Chef Devlet Bahçeli ist und den die Regierung als „Türkei ohne Terror“ bezeichnet, hat die DEM-Partei, ein Bündnispartner des Prozesses, einen neuen Bericht erstellt.
In dem 99-seitigen Bericht der DEM-Partei, die regelmäßig das „Recht auf Hoffnung“ für den Anführer der Terrororganisation PKK, Abdullah Öcalan, fordert, wird die Anerkennung rechtlicher und politischer Rechte für Öcalan verlangt.
Der Bericht beschränkte sich nicht nur auf Forderungen für den Anführer der Terrororganisation PKK. In dem Bericht, in dem der Friedensvertrag von Lausanne, das Gründungsdokument der Republik Türkei, ins Visier genommen wird, heißt es: „Mit Lausanne begann der Wind aus der entgegengesetzten Richtung zu wehen.“
Laut einem Bericht von Veli Toprak von Sözcü sind dies einige der hervorstechenden Punkte aus dem 99-seitigen Bericht der DEM-Partei:
DER WIND VON LAUSANNE
„Mit der Unterzeichnung des Vertrags von Lausanne im Jahr 1923 begann der Wind, bildlich gesprochen, aus der entgegengesetzten Richtung zu wehen. Die relativ demokratischen oder oppositionellen Tendenzen, die unmittelbar vor und nach der Gründung der Republik das politische Subjekt bildeten, begannen ab 1923 durch die Eingriffe nationalistischer Staatsströmungen zurückzugehen und an Boden zu verlieren.“
POLITISCHE RECHTE FÜR ÖCALAN
Die Anerkennung der rechtlichen und politischen Rechte Öcalans würde auch eine wichtige Schwelle für die Anerkennung der Rechte des kurdischen Volkes innerhalb eines ganzheitlichen Rechtsrahmens bilden. Öcalans physische Freiheit muss gewährleistet und das Prinzip des ‚Rechts auf Hoffnung‘ angewendet werden.
KEINE PANZERFAHRZEUGE MEHR
Die Patrouillen mit Panzerfahrzeugen in Städten, in denen Kurden in großer Zahl leben, müssen sofort beendet werden.
KURDISCHE VERKEHRSSCHILDER
In Regionen mit hohem kurdischen Bevölkerungsanteil sollten öffentliche Dienstleistungen mehrsprachig angeboten werden. Insbesondere innerstädtische Verkehrsschilder für Fußgängerrechte sollten auf Kurdisch gestaltet werden können. Kurdische Ausdrücke im Parlament sollten nicht mehr als ‚unbekannte Sprache‘, sondern als Kurdisch registriert werden.“
Nachrichtenquelle : 12punto
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