Gericht entscheidet über alle Bebauungspläne für Kanal Istanbul!
Die Bebauungspläne für die ersten drei Phasen des Kanal-Istanbul-Projekts, das der AKP-Vorsitzende und Präsident Recep Tayyip Erdoğan 2011 als „verrücktes Projekt“ angekündigt hatte, wurden vom 11. Verwaltungsgericht Istanbul für ungültig erklärt.
Das Ministerium für Umwelt, Urbanisierung und Klimawandel hatte einen 7-phasigen Bebauungsplan für „Yenişehir“ rund um den geplanten Kanal Istanbul erstellt, der auf unberührten Landwirtschafts- und Waldflächen Istanbuls errichtet werden soll.
Während der 7-phasige Plan, der archäologische Stätten und Seen umfasst, im Jahr 2021 genehmigt wurde, hatte die Stadtverwaltung Istanbul (İBB) Klage gegen diese Pläne eingereicht, die fruchtbares Land für den Wohnungsbau freigeben sollten.
PLÄNE FÜR ALLE PHASEN ANNULLIERT
Wie Özlem Güvemli von Sözcü berichtet, gab der Bürgermeister von Istanbul, Ekrem İmamoğlu, bekannt, dass das 11. Verwaltungsgericht Istanbul infolge der von der İBB eingereichten Klage die Bebauungspläne für die ersten drei Phasen des Kanal-Istanbul-Reservats „Yenişehir“ annulliert hat. Das Gericht begründete die Entscheidung damit, dass die Pläne nicht mit städtebaulichen Grundsätzen, Planungstechniken und geltendem Recht vereinbar seien. Mit dieser Entscheidung wurden die Pläne für alle Phasen, die für den Wohnungsbau in Yenişehir vorgesehen waren, für ungültig erklärt.
STAATSRAT PRÜFT UVP-ENTSCHEIDUNG
Das 11. Verwaltungsgericht Istanbul traf in drei Annullierungsentscheidungen zum Kanal-Istanbul-Projekt ähnliche Feststellungen. In den Urteilen wurden Themen wie die Unklarheit bei der Bevölkerungsermittlung, die Rechtswidrigkeit der Ausweisung von Friedhofsflächen als Aufforstungsgebiete und die fehlende klare Begründung für Änderungen in den Planungsnotizen behandelt. Diese Mängel zeigten, dass die Pläne nicht über ausreichende technische und objektive Aussagekraft verfügten. Zudem wird die Klage der İBB gegen die „UVP-positiv“-Entscheidung für Kanal Istanbul derzeit vom Staatsrat (Danıştay) geprüft.
ERDOĞAN HATTE ES ALS 'VERRÜCKTES PROJEKT' ANGEKÜNDIGT
Im Jahr 2011 hatte der AKP-Vorsitzende und Präsident Recep Tayyip Erdoğan das Kanal-Istanbul-Projekt als „verrücktes Projekt“ angekündigt. Murat Kurum hatte während seiner Amtszeit als Minister gesagt: „Wir werden es bauen.“ Heute antwortete Murat Kurum, der AKP-Kandidat für das Amt des Bürgermeisters von Istanbul, auf Fragen zum Kanal-Istanbul-Projekt, das bei den Bürgern auf Widerstand stößt, ausweichend mit den Worten: „Wir haben gesagt, dass nichts, was nicht auf der Agenda Istanbuls steht, auf unserer Agenda stehen wird.“
Nachrichtenquelle: 12punto
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