Geständnis eines angeblichen PKK-Verantwortlichen: 'Dieser Prozess ebnet den Weg für die Gründung eines kurdischen Staates'
Die Diskussionen um die İmralı-Gespräche und den Aufruf des PKK-Anführers Abdullah Öcalan an die Organisation, die Waffen niederzulegen, halten nach dem Vorstoß des MHP-Vorsitzenden Devlet Bahçeli an. Der Sözcü-Kolumnist Saygı Öztürk wies auf die Verbindung dieses Prozesses zu den Entwicklungen in Syrien hin und brachte bedeutende Behauptungen zur Sprache.
Die durch den Vorstoß des MHP-Vorsitzenden Devlet Bahçeli auf die Tagesordnung gekommenen Imralı-Gespräche haben die Diskussionen über eine Entwaffnung der Terrororganisation PKK neu entfacht. Die Behauptungen, dass der Anführer der Terrororganisation PKK, Abdullah Öcalan, die Organisation zur Niederlegung der Waffen aufrufen werde, haben in politischen Kreisen zu unterschiedlichen Bewertungen geführt.
Der Sözcü-Kolumnist Saygı Öztürk schrieb in seinem Artikel zu diesem Thema, dass der Prozess nicht nur auf die Türkei beschränkt sei, sondern in direktem Zusammenhang mit den Entwicklungen in Syrien stehe.
''DIE AUFLÖSUNG DER PKK IST EIN PLAN, UM DEN WEG FÜR DIE YPG ZU EBNEN''
Öztürk wies in seinem Artikel darauf hin, dass sich in der Führungsebene der YPG, dem bewaffneten Arm der PYD, PKK-Mitglieder befinden.
Öztürk verwies auf die Aussage eines der bekannten YPG-Kommandeure, Mazlum Kobani, der am Vortag erklärte: „Wenn die PKK aufgelöst wird, gibt es für die Türkei keinen Grund mehr, uns anzugreifen“, und betonte, dass der Prozess in direktem Zusammenhang mit den Entwicklungen im Norden Syriens stehe.
Er zitierte dazu die Einschätzung eines hochrangigen Beamten:
„Die PKK aufzulösen und zur Waffenabgabe zu bewegen, ist ein Spiel, das gespielt wird, um die ungestörte Gründung eines kurdischen Staates in Rojava, Syrien, zu ermöglichen. Wenn die PKK faktisch verschwindet, wird es für die Türkei keinen Grund mehr geben, militärische Operationen gegen die Präsenz der PYD/YPG im Norden Syriens durchzuführen. Auf diese Weise werden Operationen wie ‚Schutzschild Euphrat‘ oder ‚Olivenzweig‘ verhindert und der Aufbau eines kurdischen Staates in Syrien beschleunigt.“
VERFASSUNGSÄNDERUNG AUF DER TAGESORDNUNG
Saygı Öztürk erklärte in seinem Artikel, dass der Prozess nicht nur auf Sicherheitspolitik beschränkt sei, sondern auch wichtige Gleichgewichte auf der politischen Bühne schaffe.
Demnach erklärte ein Abgeordneter der DEM-Partei, dass sie davon abhängig machen würden, wie sie sich zum Verfassungsänderungsprozess der AK-Partei verhalten, ob die Entwicklungen ihren Wünschen entsprechen und welche Zugeständnisse die Regierung in diesem Prozess machen werde.
Öztürk beendete seinen Artikel mit den Worten: „Mal sehen, was unser erhabener Staat gegen diese subtilen Pläne unternehmen wird, wir werden abwarten und sehen.“
Nachrichtenquelle : 12punto
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