Eilmeldung im Fall Gülistan Doku: Foto von Mustafa Türkay Sonel in Tarnkleidung und mit Waffe aufgetaucht
Im Rahmen der Ermittlungen zum Verschwinden von Gülistan Doku wurde ein Foto von Mustafa Türkay Sonel, dem Sohn des damaligen Gouverneurs Tuncay Sonel, in die Akten aufgenommen, das ihn in Tarnkleidung und mit einer Waffe zeigt. Sonel hatte zuvor angegeben, keine Waffen zu besitzen.
Im Fall der verschwundenen Studentin Gülistan Doku in Tunceli gibt es eine brisante Entwicklung. Ein Foto von Mustafa Türkay Sonel, dem Sohn des damaligen Gouverneurs von Tunceli, Tuncay Sonel, ist aufgetaucht, das ihn in Tarnkleidung und mit einer Waffe zeigt.

Das Foto wurde den Ermittlungsakten hinzugefügt und als neues Beweismittel eingestuft, das den Verlauf des Falls maßgeblich beeinflussen könnte.
IN SEINER AUSSAGE BEI DER STAATSANWALTSCHAFT HATTE ER GESAGT: "ICH HABE KEINE WAFFE"
Mustafa Türkay Sonel hatte in seiner Aussage bei der Staatsanwaltschaft erklärt: "Ich habe bis heute keine Waffe oder Pistole besessen." Zudem gab er an, sich für sogenannte "Airsoft"-Gewehre zu interessieren, die farbige Kunststoffkugeln verschießen, und bezeichnete dieses Interesse als Sportart. Das nun aufgetauchte Foto steht jedoch im Widerspruch zu seiner Aussage.
Die Ermittlungen, die seit dem Verschwinden von Gülistan Doku am 5. Januar 2020 andauern, schreiten mit neuen Beweisen voran. Am 14. April wurden bei einer koordinierten Operation in 7 Provinzen 15 Verdächtige festgenommen. Unter den Verdächtigen befinden sich Dokus ehemaliger Freund Zeinal Abakarov, Mustafa Türkay Sonel, der Sohn des damaligen Gouverneurs von Tunceli, Tuncay Sonel, sowie Erdoğan Elaldı, der am Tag des Verschwindens den letzten Kontakt zu Doku hatte.
12 VERDÄCHTIGE, DARUNTER DER GOUVERNEUR UND SEIN SOHN, WURDEN INHAFTIERT
Im Zuge der Ermittlungen wurden 12 der festgenommenen Verdächtigen inhaftiert. Mustafa Türkay Sonel wurde wegen des Vorwurfs des "vorsätzlichen Mordes" inhaftiert, während die anderen Verdächtigen wegen Delikten wie "Verbergen von Beweismitteln" und "Verfälschung offizieller Dokumente" festgenommen wurden. Die Ermittlungen schließen auch den Verdacht auf ein Tötungsdelikt ein; zudem werden die Namen zahlreicher Staatsbediensteter und Sicherheitskräfte genannt.
NEUE AUFNAHMEN UND DATEN IN DIE AKTEN AUFGENOMMEN
Mit der Vertiefung der Ermittlungen wurden 70 Überwachungskameraaufnahmen und 700 Stunden Videomaterial aus der Zeit des Verschwindens von Gülistan Doku gesichert. Zudem wurden neue Aufnahmen beschafft und den Akten hinzugefügt. Die Sicherung detaillierter Aufzeichnungen aus der Zeit vor und am Tag des Verschwindens von Gülistan Doku erweitert den Umfang der Ermittlungen erheblich.
ANTRACH AUF RED NOTICE FÜR FLÜCHTIGEN VERDÄCHTIGEN
Für den 14. Verdächtigen, Umut Altaş, der sich im Ausland aufhält, wurde eine "Red Notice" (internationale Fahndung) beantragt. Bei einer zweiten Operation am 17. April wurde auch der damalige Chefarzt des staatlichen Krankenhauses, Çağdaş Özdemir, festgenommen. Özdemir wurde inhaftiert, da ihm vorgeworfen wird, die Krankenhausakten von Gülistan Doku gelöscht zu haben.
Nachrichtenquelle: 12punto
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