Gutachten: Hauptursache für den Unfall in Polatlı ist das Verschulden des Fahrers
Das Sachverständigengutachten zu dem tragischen Unfall nahe dem Bezirk Polatlı in Ankara, bei dem 11 Menschen ums Leben kamen und 15 weitere verletzt wurden, belegt, dass der Unfall durch die Missachtung der Spurhaltevorschriften durch den Busfahrer Çetin Karayel verursacht wurde.
Ein fünfköpfiges Expertenteam, bestehend aus Maschinen- und Elektroingenieuren sowie Verkehrssachverständigen, hat seinen Bericht an die Generalstaatsanwaltschaft Ankara Batı übermittelt, die die Ermittlungen zu dem Unfall führt.
Die Sachverständigen erstellten den Bericht auf Grundlage der Fahrtenschreiberdaten sowie der Aufzeichnungen des Kennzeichenerkennungssystems (PTS) vom Fahrtbeginn bis zum Unfallzeitpunkt, der Kameraaufnahmen entlang der Strecke sowie der Aufnahmen von Tankstellen und Raststätten, die der Bus passiert hatte.
Im Bericht wurde festgestellt, dass die Regel, wonach "ein Fahrer innerhalb von 24 Stunden maximal 9 Stunden mit Pausen fahren darf", nicht eingehalten wurde und die Reise somit nicht mit mindestens drei Fahrern angetreten wurde.
Unter Berücksichtigung der Fahrzeuguntersuchungen, des Unfallprotokolls, der Fahrtenschreiberdaten, der Skizze des Unfallortes und der Zeugenaussagen wurde im Bericht festgehalten, dass "die Hauptursache des Unfalls darin liegt, dass der Fahrer Çetin Karayel im Sinne der Unfallvermeidung und Verkehrssicherheit seiner Sorgfaltspflicht bei der Führung des Busses nicht nachkam und die Regeln zum Einhalten und Wechseln der Fahrspur missachtete".
FAHRER TRÄGT "HAUPTSCHULD" AM UNFALL
Dem Bericht zufolge, der sich auf Beweise stützt, darunter auch die Unfallaufnahmen, schwankte das Fahrzeug während der Fahrt. Ein nachfolgender Autofahrer habe den Busfahrer durch Lichthupe gewarnt, und Passagiere hätten in ihren Aussagen angegeben, dass der Fahrer geschlafen habe.
Ein besonnener, erfahrener Fahrer, der in der Lage ist, Gefahren und Risiken vorherzusehen, dürfe das Fahrzeug nicht unter Missachtung der Ladung, der technischen Eigenschaften sowie der Sicht-, Straßen-, Wetter- und Verkehrsbedingungen führen. Der Bericht stellt fest, dass der Fahrer die Kontrolle über das Fahrzeug verlor, da er dem Straßen- und Verkehrsverlauf vor ihm nicht genügend Aufmerksamkeit schenkte.
Unter Hinweis darauf, dass der Bus von der Fahrbahn abkam und in den Mittelstreifen geriet, wurde im Bericht die Schlussfolgerung gezogen: "(Der Fahrer) prallte gegen die Pfeiler der Olukpınar-Brücke, ohne die Gelegenheit zu haben, die Bremsanlage seines Fahrzeugs zu betätigen. Damit steht fest, dass der verstorbene Fahrer Karayel die Hauptschuld am Zustandekommen des verfahrensgegenständlichen Verkehrsunfalls trägt."
Der von Karayel gesteuerte Reisebus mit dem Kennzeichen 04 AAV 951, der von Ağrı nach İzmir unterwegs war, war am 9. August gegen 05.00 Uhr morgens auf der Autobahn Ankara-Eskişehir, Fahrtrichtung Eskişehir, bei Kilometer 53 im Bereich Olukpınar des Bezirks Sincan von der Straße abgekommen und gegen die Betonstütze einer Brücke geprallt.
Nachrichtenquelle: 12punto
Meistgelesen
Huthis greifen saudischen Tanker an
Das Schreiben nimmt kein Ende: Noch eine FETÖ-Erinnerung
4 Drohnen in der Nähe des US-Generalkonsulats in Erbil abgeschossen
Der Geist, der an der Leggings hängen blieb...
Berühmter Regisseur Ezel Akay und sein Bruder festgenommen
Er nannte die Kommunen, die zur 'Neuen Partei' wechseln werden, und ein Detail zu Istanbul erregte Aufmerksamkeit
Abgeordneter, dem ein Wechsel zur AKP nachgesagt wird, beginnt Überzeugungstour
Kritische Unterscheidung bei der Behauptung zum auswärtigen Essen
Die internen Debatten der CHP interessieren mich überhaupt nicht
CHP reagiert mit Massen-SMS auf Özels neue Parteientscheidung