Haftstrafe von 2 bis 15 Jahren für Mieter und Verkäufer nach Tod eines 8-jährigen Kindes durch Insektizid gefordert
In Konya wurde für einen Mieter, der in seiner Wohnung Insektizid versprühte und damit den Tod eines 8-jährigen Kindes in der Wohnung darüber sowie die Vergiftung von 6 weiteren Personen verursachte, sowie für den Verkäufer des Mittels eine Haftstrafe von 2 bis 15 Jahren gefordert.
Der Vorfall ereignete sich am Abend des 31. Januar 2024 in einem zweistöckigen Lehmhaus im Stadtteil Uluırmak im Bezirk Meram. Nach vorliegenden Informationen hatte A.E.A., der als Mieter im Erdgeschoss des Lehmhauses wohnte, die Wohnung mit Insektizid behandelt, um Ungeziefer zu bekämpfen, und anschließend Fenster und Türen abgeklebt, bevor er das Haus verließ. Nachdem der Geruch des Insektizids in die Wohnung im ersten Stock, in der N.D. wohnte, eingedrungen war, zeigten die Tochter und die Enkelkinder von N.D. Anzeichen einer Vergiftung. Am nächsten Morgen begaben sich die Tochter von N.D., A.T. (40), ihre Kinder F.T. (18) und Y.T. (15) sowie ihre Nichten und Neffen S.G.B. (21) und M.B. (17) wegen Übelkeit ins Krankenhaus, während die Großmutter N.D. und der 8-jährige Ahmet Enes Temel zu Hause blieben. Als die Großmutter N.D. nach einiger Zeit bemerkte, dass sich ihr Enkel Ahmet Enes Temel nicht mehr bewegte, verständigte sie die Notrufzentrale 112. Ahmet Enes Temel wurde nach einer Erstversorgung durch die Rettungskräfte in das Konya Numune Krankenhaus gebracht, konnte jedoch nicht mehr gerettet werden und verstarb. Nach dem Vorfall wurden der syrische Mieter A.E.A. und der Verkäufer des Mittels, A.E.M. (32), festgenommen. Der Mieter A.E.A. gab in seiner Aussage an, das Insektizid für 800 Lira von A.E.M. gekauft zu haben, den er über soziale Medien kannte, und dass dieser auch die Wohnung behandelt habe. Er habe sich nach der Warnung, die Wohnung drei Tage lang nicht zu betreten, mit seinen Kindern zu einem Verwandten begeben. Die Verdächtigen wurden vom zuständigen Gericht in Untersuchungshaft genommen.

Haftstrafe von 2 bis 15 Jahren gefordert
Die Ermittlungen der Generalstaatsanwaltschaft Konya wurden abgeschlossen. In der Anklageschrift wird für die beiden inhaftierten Verdächtigen wegen „fahrlässiger Tötung einer Person und fahrlässiger Körperverletzung mehrerer Personen“ eine Haftstrafe von 2 bis 15 Jahren gefordert. In der Anklageschrift heißt es, die Verdächtigen hätten die erforderliche Sorgfalt und Aufmerksamkeit vermissen lassen. A.E.A. habe nach der Behandlung die Türen und Fenster fest verschlossen, wodurch giftige Gase in die Wohnung von N.D. im Obergeschoss gelangten und Ahmet Enes sowie die anderen Personen in der Wohnung vergifteten.
Darüber hinaus ergab der toxikologische Bericht, der ebenfalls Teil der Anklageschrift ist, dass im Blut und Magen des kleinen Ahmet Enes Zink- und Aluminiumrückstände gefunden wurden. Es wurde festgestellt, dass das 8-jährige Kind an einer Vergiftung durch ein aluminium- und zinkhaltiges Insektizid verstarb.
Nachrichtenquelle: 12punto
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