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Hindernisse und Chancen bei der Erwerbsbeteiligung von Frauen: Ein Fahrplan für die Türkei

Die Erwerbsbeteiligung von Frauen in der Türkei liegt weiterhin unter dem weltweiten Durchschnitt. Der von der Stiftung für menschliche Entwicklung (İNGEV) und dem Istanbul Policy Center (İPM) der Sabancı-Universität erstellte ActHuman-Bericht mit dem Titel „Frauenbeschäftigung und Hindernisse & Chancen auf dem Arbeitsmarkt: Ein Leitfaden für die Zukunft“ bietet umfassende Lösungsvorschläge für dieses Problem.

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Hindernisse und Chancen bei der Erwerbsbeteiligung von Frauen: Ein Fahrplan für die Türkei

Während die Erwerbsquote von Frauen in der Türkei bei 35 % liegt, beträgt sie bei Männern 71 %. Dies wird als ein großes Hindernis für die wirtschaftliche Entwicklung der Türkei angesehen.

Der Bericht „ActHuman Frauenbeschäftigung und Hindernisse & Chancen auf dem Arbeitsmarkt: Ein Leitfaden für die Zukunft“, der in Zusammenarbeit von der İNGEV (Stiftung für menschliche Entwicklung) und dem Istanbul Policy Center (İPM) der Sabancı-Universität erstellt wurde, bietet einen umfassenden Fahrplan. Dieser Bericht schlägt innovative Lösungen vor, um die Erwerbsbeteiligung von Frauen in der Türkei zu erhöhen und die Geschlechtergleichstellung zu gewährleisten.

Laut einem Bericht der Zeitung Sözcü betonte der İNGEV-Vorsitzende Vural Çakır den gesellschaftlichen Nutzen der wirtschaftlichen Stärkung von Frauen und erklärte, dass die Stärkung von Frauen der effektivste Weg sei, die Zukunft ihrer Kinder zu sichern.

'DER EFFEKTIVSTE WEG, DIE ZUKUNFT UNSERER KINDER ZU RETTEN'

Çakır sagte: „Die wirtschaftliche Stärkung von Frauen ist der effektivste Weg, die Zukunft unserer Kinder zu retten. Frauen mit wirtschaftlicher Macht werden sich mit der Unterstützung der Gesellschaft sowohl selbst als auch ihre Kinder sicherer fühlen.“

Dr. Esra Durceylan Kaygusuz, Dozentin an der Sabancı-Universität, erklärte, dass der Bericht eine umfassende Analyse zur Frauenbeschäftigung liefere. Kaygusuz betonte, dass die Geschlechterungleichheit die Grundlage der Faktoren bilde, die die Erwerbsbeteiligung von Frauen einschränken, und drückte aus, dass die im Bericht enthaltenen Empfehlungen darauf abzielten, Frauen im Berufs- und Gesellschaftsleben zu stärken. „Eine stärkere Beteiligung von Frauen am Arbeitsleben wird auch einen wichtigen Beitrag zum allgemeinen Wohlstand der Gesellschaft leisten“, sagte sie.

Der Bericht enthält strategische Empfehlungen in sechs Hauptbereichen, um eine effektivere Erwerbsbeteiligung von Frauen zu gewährleisten:

*Fortschritt durch definierte Protokolle: Prozesse zur Steigerung der Erwerbsbeteiligung von Frauen sollten gemäß Standardprotokollen durchgeführt werden.

*Lokale Strategien und Beiräte: Auf Provinz- und Bezirksebene sollten lokalisierte Strategien entwickelt werden, um auf die Bedürfnisse von Arbeitgebern und Arbeitnehmerinnen einzugehen.

*Gezielte Segmentierung: Strategien für die weibliche Erwerbsbevölkerung sollten entsprechend den Fähigkeiten und Bedürfnissen von Frauen geplant werden.

*Überwindung traditioneller Muster: Frauen sollten nicht auf traditionelle Berufe beschränkt bleiben; ihre Präsenz in verschiedenen Sektoren sollte gefördert werden.

*Wettbewerbsfähige Lohnpolitik: Um die Erwerbsbeteiligung von Frauen zu erhöhen, sollte ein Einkommen geschaffen werden, das insbesondere mit häuslichen Dienstleistungen konkurrieren kann.

*Förderung des Unternehmertums von Frauen: Unternehmerinnen sollten durch Programme zur Finanzkompetenz und Mentoring unterstützt werden.

Der Bericht enthält zahlreiche politische Empfehlungen zur Steigerung der Erwerbsbeteiligung von Frauen, die von Bildung über Digitalisierung bis hin zur Förderung in MINT-Bereichen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) reichen. Zudem wird betont, dass Betreuungsdienste ausgebaut, die Geschlechtergleichstellung am Arbeitsplatz sichergestellt und politische Maßnahmen entwickelt werden müssen, die den Zugang von Frauen zu Führungspositionen erleichtern.

Der Bericht stellt fest, dass eine stärkere Erwerbsbeteiligung von Frauen nicht nur zum Wirtschaftswachstum, sondern auch zum gesellschaftlichen Wohlstand erheblich beitragen wird.

 


Nachrichtenquelle: 12punto