Hinter den Kulissen der Teheran-Botschaft: Israels 3 Ziele beim Haniye-Attentat
Es wird vermutet, dass der Angriff auf den Hamas-Führer Ismail Haniye, der nach der Vereidigung des iranischen Präsidenten Masud Peseschkian in Teheran verübt wurde, drei verschiedene Gründe haben könnte.
Hamas-Politbürochef Haniye wurde bei einem Attentat in Teheran getötet, was zum wichtigsten Thema der Weltöffentlichkeit wurde.
Der Cumhuriyet-Autor Mehmet Ali Güller listete die Gründe in seinem heutigen Artikel mit dem Titel "Die drei Ziele des Haniye-Attentats" wie folgt auf:
"Dass Israel den Hamas-Politbürochef Ismail Haniye in Teheran getötet hat, deutet auf die folgenden drei Ziele Netanjahus hin:
NETANJAHU HAT DEN WAFFENSTILLSTAND IM VISIER
1) Das Ziel des israelischen Premierministers Netanjahu ist es, um jeden Preis an der Macht zu bleiben. Zu diesem Zweck setzt er seine Angriffsstrategie im Gazastreifen mit unbestimmten politischen und militärischen Zielen fort. Die Ungewissheit über den „Tag danach“ hat sich mittlerweile zu einem immer tiefer werdenden Konflikt zwischen Netanjahu und der Armee entwickelt.
Andererseits sind die Biden-Regierung und die Demokratische Partei aufgrund der Dauer und der Eskalation des Angriffs im Gazastreifen bis hin zum Völkermord beunruhigt. Denn die Situation hat sich vor den Wahlen zu einem wachsenden Druck der inländischen Öffentlichkeit entwickelt. Zudem sieht Washington, dass das Bild auch die Beziehungen zu den Golfstaaten zunehmend problematisch machen wird.
Genau aus diesem Grund hat die Biden-Regierung einen Waffenstillstandsplan angekündigt. Doch Netanjahu widersetzt sich dem Waffenstillstand; er weicht aus, stellt neue Bedingungen und versucht, die Verhandlungen in eine Sackgasse zu führen.
Mit dem Haniye-Attentat will Netanjahu den Druck für einen Waffenstillstand beseitigen.
NETANJAHU PROVOZIERT DEN IRAN
2) Israel hatte zuvor bereits die Familie des Hamas-Führers Ismail Haniye ins Visier genommen und drei seiner Söhne sowie vier seiner Enkel getötet. Doch diesmal zielte man auf Haniye ab, während er sich auf iranischem Boden befand. Das bedeutet, dass die israelische Führung mit dem Haniye-Attentat eine direkte Botschaft an den Iran gesendet hat.
Netanjahu wollte die „Al-Aqsa-Flut“ als Gelegenheit nutzen, um sie in einen Angriff gegen den Iran umzuwandeln. Zweifellos brauchte er dafür die USA und sogar Großbritannien sowie andere atlantische Verbündete. Doch die USA waren aus mehreren Gründen dagegen. Erstens war der Iran kein leichtes Ziel, und es gibt keine amerikanischen Streitkräfte, die eine neue Front an der Ukraine-Front eröffnen könnten.
Netanjahu erkannte, dass der Weg, die USA in die Region zu ziehen, über die Provokation des Iran führt, und unternahm mehrere Versuche: Er nahm iranische Kommandeure in Syrien ins Visier und griff die diplomatische Vertretung des Iran in Syrien an. Der Iran durchkreuzte das Spiel Israels mit einer „maßvollen Antwort“, ohne einen Krieg zu erklären. In diesem Prozess einigten sich die USA und der Iran in inoffiziellen Gesprächen in der Schweiz darauf, einen regionalen Krieg zu verhindern.
Indem Netanjahu den Hamas-Führer Haniye in Teheran tötete, versucht er erneut, den Iran zu provozieren und ihn zu einer Reaktion zu zwingen.
ZIEL: DIE UMGESTALTUNG DER HAMAS
3) Es ist offensichtlich, dass die Hamas im Gazastreifen nicht vernichtet werden kann. Tatsächlich haben dies in letzter Zeit auch verschiedene israelische Beamte offen zum Ausdruck gebracht.
Mit dem Haniye-Attentat zielt Netanjahu darauf ab, die Hamas umzugestalten und eine neue Führung innerhalb der Organisation zu bilden. Auf diese Weise will Netanjahu die Macht der Hamas schwächen und sicherstellen, dass am Ende eine unerfahrenere Hamas-Führung am Verhandlungstisch sitzt."
Nachrichtenquelle: 12punto
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