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Im Livestream vergewaltigt und stundenlang verprügelt

In Konya wurde die 20-jährige E.K., die in einem Massagesalon arbeitet, im Haus einer Bekannten betäubt, nachdem ihr Medikamente in ihr Getränk gemischt worden waren. Die junge Frau wurde von den Anwesenden im Haus vergewaltigt.

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Im Livestream vergewaltigt und stundenlang verprügelt

In Konya erlebte die 20-jährige E.K., die in einem Massagesalon arbeitet, im Haus einer Bekannten einen Albtraum. Die junge Frau wurde betäubt, nachdem ihr Medikamente in ihr Getränk gemischt worden waren, und anschließend von den Anwesenden im Haus vergewaltigt. Gegen acht Tatverdächtige, darunter fünf Minderjährige unter 18 Jahren, die diese Momente in einem Livestream in den sozialen Medien teilten, wurde Anklage erhoben. 

Wie Tolga Yanık von der Zeitung Sabah berichtet, war die 20-jährige E.K. zum Haus ihrer Freunde gegangen und hatte dort zwei Gläser Alkohol getrunken. Nachdem ihr ein Mittel in ihr Getränk gemischt worden war, verlor E.K. das Bewusstsein.

Die Tatverdächtigen erpressten die junge Frau, indem sie ihr Aufnahmen der Vergewaltigung auf ihr Mobiltelefon schickten und sie aufforderten, erneut in das Haus zu kommen. Als E.K. gezwungenermaßen dorthin zurückkehrte, wurde sie diesmal von den Frauen im Haus misshandelt. Die Tatverdächtigen zogen E.K. aus, verprügelten sie stundenlang und gaben sich damit nicht zufrieden.

Die Tatverdächtigen verbreiteten zunächst die Videos der sexuellen Übergriffe in den sozialen Medien und starteten dann über das gewaltsam erlangte Social-Media-Passwort der jungen Frau einen Livestream, in dem sie die Misshandlungen live übertrugen. Eine Freundin von E.K. sah diese Aufnahmen und wandte sich an die Polizei. Während E.K. in Begleitung der Polizei zur ärztlichen Untersuchung ins Krankenhaus gebracht wurde, wurden A.S. (19), H.H.P. (24), B.C.B. (20), A.B. (17), S.T.Ö. (17), U.A.K. (15), A.A.K. (17) und S.K. (18) festgenommen. Die Tatverdächtigen A.S., H.H.P., B.C.B., A.B. und S.T.Ö. wurden vom zuständigen Gericht in Untersuchungshaft genommen.

FREUNDIN HATTE MEDIKAMENTE IN IHR GETRÄNK GEMISCHT

Die Generalstaatsanwaltschaft Konya hat ihre Ermittlungen zu dem Vorfall abgeschlossen. Gegen die Tatverdächtigen wurde Anklage wegen Delikten wie 'qualifizierter sexueller Übergriff', 'qualifizierter Raub', 'Freiheitsberaubung', 'Verletzung der Privatsphäre', 'Erpressung', 'Behinderung, Störung, Löschung oder Veränderung von Systemdaten', 'Quälerei', 'bewaffnete Drohung', 'Sachbeschädigung', 'vorsätzliche Körperverletzung' und 'einfache Körperverletzung' erhoben, wobei Haftstrafen von bis zu 69 Jahren gefordert werden.

In der Anklageschrift wird darauf hingewiesen, dass zwischen der weiblichen Tatverdächtigen S.K. und dem Opfer E.K. aus unbekannten Gründen eine Feindschaft bestand. S.K. soll dafür gesorgt haben, dass E.K. durch die Substanz in ihrem Getränk das Bewusstsein verlor, und sich mit den männlichen Tatverdächtigen abgesprochen haben, damit diese E.K. vergewaltigen und die Taten aufzeichnen konnten.

'ICH KANN MICH AN NICHTS ERINNERN'

In der Anklageschrift wurde auch die Aussage von E.K. aufgenommen. E.K. erklärte: "Nachdem ich etwas getrunken hatte, gab ich das leere Glas an S.K. weiter. S.K. schenkte nach und gab es mir wieder. Nachdem ich auch das getrunken hatte, verlor ich nach einer Weile das Bewusstsein. Als ich am Morgen wieder zu mir kam, konnte ich nicht verstehen, was passiert war. Ich verließ das Haus und ging zur Arbeit. Einen Tag später schickten sie mir Videos von dem sexuellen Übergriff über WhatsApp. Auf den Bildern sah ich, wie sie mich vergewaltigten, während ich bewusstlos war. Sie drohten, die Videos zu verbreiten, wenn ich nicht ins Haus käme. Daraufhin ging ich hin. Während ich wegen des Erlebten weinte, zogen sie mir gewaltsam die Kleidung aus. Sie traten und schlugen mich über lange Zeit. Aufgrund der Schläge wurde ich ohnmächtig", sagte sie.


Nachrichtenquelle: 12punto

Konya Massagesalon Generalstaatsanwaltschaft Konya