Imamoğlu-Bremse bei Kampfflugzeug-Deal
Das Verkaufsabkommen zwischen der Türkei und Deutschland über Eurofighter-Kampfjets wurde nach der Verhaftung von Ekrem İmamoğlu von der deutschen Regierung ausgesetzt.
Die Pläne der Türkei, Eurofighter-Kampfjets zu erwerben, sind an politischen Entwicklungen gescheitert. Nach der Verhaftung des Präsidentschaftskandidaten Ekrem İmamoğlu hat Deutschland das Abkommen über den geplanten Verkauf von 40 Kampfjets an die Türkei gestoppt. Diese Entscheidung der deutschen Regierung löste vor allem in den deutschen und europäischen Medien ein breites Echo aus.
VERHAFTUNG VON İMAMOĞLU BRINGT EUROPA IN BEWEGUNG
Der am 23. März 2025 verhaftete Bürgermeister von Istanbul und Präsidentschaftskandidat Ekrem İmamoğlu steht nicht nur in der Türkei, sondern auch in der Weltöffentlichkeit im Fokus. In der internationalen Presse dominierten Analysen mit Schlagzeilen wie „Erdoğan lässt seinen stärksten Rivalen verhaften“, „Schlag gegen die Opposition in der Türkei“ und „Eingriff in die Demokratie“. Vertreter der Europäischen Union und zahlreiche Länder bewerteten die Inhaftierung von İmamoğlu als politischen Schachzug und übten Kritik an der Türkei.
Ankara, das aufgrund der S-400-Krise mit den USA bezüglich der F-35-Kampfjets nach Alternativen suchte, hatte sich an Deutschland gewandt und war mit der deutschen Regierung bezüglich der Eurofighter Typhoon-Kampfjets in Verhandlungen getreten. Am Ende der Gespräche war man sich über den Verkauf von 40 Kampfjets an die Türkei einig geworden. Laut einem Bericht der Zeitung Handelsblatt vom 17. April 2025 hat Deutschland dieses Abkommen jedoch ausgesetzt.
In dem Bericht heißt es, die Berliner Regierung habe diese Entscheidung als Reaktion auf die Verhaftung von Ekrem İmamoğlu getroffen. Deutsche Behörden werteten die Inhaftierung von İmamoğlu als „Angriff auf die türkische Demokratie“.
DAS LETZTE WORT HAT DIE NEUE REGIERUNG
Ob diese Entscheidung Deutschlands von Dauer sein wird, bleibt ungewiss. Denn die Amtszeit der derzeitigen Regierung unter Olaf Scholz endet bereits in zwei Wochen. Es wurde berichtet, dass die neue, unter der Führung von Merz erwartete Koalition die endgültige Entscheidung über den Eurofighter-Verkauf treffen wird. Daher wird davon ausgegangen, dass der Verkauf der Jets an die Türkei eines der vorrangigen Themen der neuen deutschen Regierung sein wird.
Nachrichtenquelle: 12punto
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