In 7 Wochen über das gesamte Marmarameer ausgebreitet! Der Schleim-Albtraum hat wieder begonnen
Der am 23. Oktober erneut im Marmarameer aufgetretene Schleim breitet sich rapide aus. Prof. Dr. Mustafa Sarı erklärte, das Meer befinde sich im Würgegriff von Schadstoffen, die über mehr als 200 Flüsse aus diffusen Quellen eingetragen werden.
Der am 23. Oktober 2024 in der Bucht von Erdek erneut aufgetretene Schleim (Müsilaj) hat sich innerhalb von 7 Wochen über das gesamte Marmarameer ausgebreitet. Prof. Dr. Mustafa Sarı, Dozent an der Fakultät für Meereskunde der Bandırma Onyedi Eylül Universität, erklärte, dass sich der Schleim, der zum Albtraum des Marmarameeres geworden ist, rapide ausbreite und insbesondere bei der Abwasserreinigung keine nennenswerten Verbesserungen erzielt worden seien.
In seiner Stellungnahme erläuterte Sarı, dass der Schleim am 6. November die Umgebung der Marmara-Inseln und die Küsten von Tekirdağ, am 13. November die Prinzeninseln vor Istanbul und am 5. Dezember den Golf von İzmit erreicht habe und sich somit innerhalb von etwa 7 Wochen über das gesamte Marmarameer ausgebreitet habe.
Sarı betonte, dass sich das Marmarameer im Würgegriff der rund 25 Millionen Menschen, die in seinem Einzugsgebiet leben, der dichten Industrie, die dort konzentriert ist, um die Hälfte des Landes zu versorgen, sowie der Schadstoffe befinde, die über mehr als zweihundert Flüsse aus diffusen Quellen eingetragen werden. Er fuhr wie folgt fort:
“Im Marmarameer gibt es eine Oberflächenströmung, die durch die Meerengen vom Schwarzen Meer in Richtung Mittelmeer verläuft, sowie eine Tiefenströmung, die vom Mittelmeer in Richtung Schwarzes Meer fließt. Dieses ursprüngliche Strömungssystem hat dazu geführt, dass über Jahre hinweg häusliche, industrielle, landwirtschaftliche und andere Abfälle auf Basis einiger wissenschaftlicher Einschätzungen, denen es an ökologischem Verständnis mangelte, durch Tiefsee-Einleitungen ins Meer gekippt wurden. Die Erwartung war, dass die durch Tiefsee-Einleitungen in die Tiefe beförderten Abfälle durch die Strömung mediterranen Ursprungs abtransportiert und schließlich in die Tiefengewässer des Schwarzen Meeres geleitet würden. Dieser falsche Gedanke scheint auch heute noch wirksam zu sein, da nun auch die ungeklärten Abwässer des Flusses Ergene durch Tunnel aus dem Becken abgeleitet und in das Marmarameer eingeleitet werden.”
Nachrichtenquelle: 12punto
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