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In Gaziantep lebender libanesischer Geschäftsmann von syrischen Staatsbürgern betrogen: Libanon reicht diplomatische Note bei der Türkei ein

Der libanesische Geschäftsmann J.R. wurde von in Gaziantep lebenden syrischen Staatsbürgern betrogen. J.R. verlor in diesem Prozess 5 Millionen Dollar.

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In Gaziantep lebender libanesischer Geschäftsmann von syrischen Staatsbürgern betrogen: Libanon reicht diplomatische Note bei der Türkei ein

Der Betrugsfall, der von dem syrischen Staatsbürger Zakaria Alhussin initiiert wurde, begann damit, dass das Interesse von J.R. durch Fotos von Polyestermaterialien geweckt wurde, die über WhatsApp verschickt wurden. Da J.R. das erste Angebot für zu teuer hielt, reiste er einen Monat später, nachdem er ein günstigeres Angebot erhalten hatte, in die Türkei, um die Waren vor Ort zu begutachten.

Als J.R. in Gaziantep ankam, wurde er von Muhammed Elhüseyin und Zakaria Alhussin empfangen. Diese Personen stellten sich als Onkel und Neffe vor, doch später stellte sich heraus, dass sie tatsächlich Vater und Sohn waren. Das Duo führte J.R. in eine Fabrik, die anderen gehörte. Dort forderte J.R., dass Verträge und Verpflichtungserklärungen notariell beglaubigt werden; die Betrüger überzeugten J.R. jedoch, indem sie gefälschte Notardokumente erstellten.

Laut einem Bericht von Oya Armutçu von der Zeitung Hürriyet informierte J.R., als er feststellte, dass keine Warenlieferung erfolgte, die libanesische Botschaft über die Betrugsaktivitäten und erwirkte die Einreichung einer diplomatischen Note bei der Türkei. Im Rahmen der von der Generalstaatsanwaltschaft Gaziantep eingeleiteten Ermittlungen stellte die Finanzermittlungsbehörde MASAK fest, dass die Betrüger 8 Luxuswohnungen und 26 Luxusautos gekauft sowie 185.000 Dollar an ihre syrischen Verwandten überwiesen hatten. Gegen die Verdächtigen wurde Anklage wegen "gewerbsmäßigen Betrugs, Geldwäsche und Urkundenfälschung" erhoben.

Der Hauptverdächtige des Falls, Muhammed Elhüseyin, konnte trotz intensiver Suche zunächst nicht gefunden werden. Nachdem er sich freiwillig gestellt und eine Aussage gemacht hatte, wurde er verhaftet. Bei der zweiten Anhörung am 2. Mai wurde Elhüseyin jedoch freigelassen, obwohl die Ermittlungen zur Geldwäsche noch andauerten, die durch den Betrug erlangten Gelder nicht aufgefunden wurden und die Beweise noch nicht vollständig gesichert waren. Der Anwalt des Klägers J.R. legte beim 12. Schwurgericht von Gaziantep Beschwerde gegen diese Entscheidung ein. Das Gericht wies die Beschwerde jedoch zurück.


Nachrichtenquelle: 12punto

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