Während der Iran-USA-Konflikt andauert: Neue Regelung für Waffentransporte durch die Türkei – Präsident Erdoğan hat unterzeichnet
Mit einem im Amtsblatt veröffentlichten Präsidialdekret wurden die Regeln für den Transit von militärischem Material durch türkisches Staatsgebiet neu festgelegt.
Der AKP-Vorsitzende und Präsident Erdoğan hat in einer Zeit anhaltender Konflikte ein kritisches Dekret unterzeichnet, das den Transit von militärischem Material durch die Türkei regelt. Mit der neuen Entscheidung wird für Waffentransporte zwischen ausländischen Staaten eine Genehmigung des Handelsministeriums erforderlich.
Die mit Erdoğans Unterschrift in Kraft getretene Regelung umfasst den Transit und die Wiederausfuhr von Kriegsgerät, Waffen, Munition, militärischen Sprengstoffen sowie den dazugehörigen Technologien durch das türkische Zollgebiet.
Das im Amtsblatt veröffentlichte Dekret verfolgt das erklärte Hauptziel, sicherzustellen, dass diese Transporte "im Einklang mit nationalen und internationalen Sicherheitsgrundsätzen durchgeführt werden".
EINHOLUNG EINER KONFORMITÄTSBESCHEINIGUNG OBLIGATORISCH
Gemäß der Regelung ist es nun zwingend erforderlich, beim Handelsministerium eine "Konformitätsbescheinigung" für militärische Güter zu beantragen, die von einem ausländischen Land über die Türkei in ein anderes Land befördert werden sollen.
Das Ministerium wird vor der Erteilung dieser Genehmigung die Stellungnahmen der zuständigen Institutionen und Organisationen einholen. Die Zollbehörden werden den Transport erst nach Vorlage dieser Genehmigung gestatten. Darüber hinaus ist das Handelsministerium befugt, die erteilte Konformitätsbescheinigung bei Bedarf zu widerrufen oder abweichende Antragsverfahren festzulegen.
Das Dekret unterstellt nicht nur militärische Produkte auf einer spezifischen Liste der Kontrolle, sondern auch alle Arten von Gütern, bei denen der Verdacht besteht, dass sie für militärische Zwecke verwendet werden könnten.
Demnach ist die Zustimmung des Ministeriums auch dann erforderlich, wenn ein Gut zwar nicht auf der Kontrollliste steht, aber eine Erklärung vorliegt oder der Verdacht besteht, dass es für militärische Zwecke genutzt werden soll. Dieselben Bestimmungen gelten zudem für Transporte, bei denen davon ausgegangen wird, dass sie "die nationale Sicherheit gefährden, zu Menschenrechtsverletzungen führen oder die Außenbeziehungen der Türkei negativ beeinflussen könnten".
Die Ausführung der Bestimmungen des in Kraft getretenen Dekrets obliegt dem Handelsminister.
ENTSCHEIDUNG IN ZEITEN ANDAUERNDER KONFLIKTE SORGT FÜR AUFMERKSAMKEIT
Die Tatsache, dass diese Entscheidung in einer Zeit getroffen wurde, in der der Konflikt zwischen den USA, Israel und dem Iran andauert, sorgt für Aufmerksamkeit. Das Dekret wirft zudem Fragen zur Rolle der Türkei in diesem Prozess auf.
Nachrichtenquelle: 12punto
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