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Israel stoppt Sumud-Flottille auf dem Weg nach Gaza: 430 Aktivisten festgenommen

Die israelische Armee hat in internationalen Gewässern die aus über 50 Booten bestehende Sumud-Flottille gestoppt, die humanitäre Hilfe nach Gaza bringen wollte. Berichten zufolge wurden 430 Aktivisten, darunter italienische und irische Staatsbürger, nach Israel gebracht. Irland und Italien reagierten scharf auf den Einsatz.

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Israel stoppt Sumud-Flottille auf dem Weg nach Gaza: 430 Aktivisten festgenommen

Die Sumud-Flottille, die darauf abzielte, die Seeblockade über Gaza zu durchbrechen und in der vergangenen Woche von der Türkei aus in See gestochen war, wurde durch einen Einsatz israelischer Seekommandos gestoppt. Das israelische Außenministerium erklärte, dass alle 430 Aktivisten, die an der von ihnen als "PR-Flottille" bezeichneten Organisation beteiligt waren, auf israelische Schiffe überführt und auf das Staatsgebiet gebracht wurden. Die Organisatoren der Flottille betonten hingegen, dass der Eingriff 270 Kilometer vor der Küste in internationalen Gewässern begonnen habe.

SCHARFE REAKTIONEN AUS IRLAND UND ITALIEN: "INAKZEPTABEL"

Nach dem Einsatz folgten nacheinander Stellungnahmen aus Europa. Der irische Premierminister Micheál Martin bezeichnete diesen Eingriff Israels in internationalen Gewässern als "absolut inakzeptabel". Es wurde behauptet, dass den Aktivisten der Zugang zu Anwälten und konsularischen Vertretern verwehrt wurde und ihre Familien nicht informiert wurden.

Der italienische Außenminister Antonio Tajani forderte Israel dazu auf, "die Anwendung von Gewalt dringend zu überprüfen", nachdem italienische Aktivisten behauptet hatten, israelische Soldaten hätten mit Gummigeschossen auf die Boote gefeuert. Die Organisatoren berichteten, dass während des Eingriffs mindestens fünf Boote ins Visier genommen wurden und Schäden entstanden seien.

Israels Verteidigung: "Keine tödlichen Methoden angewandt" Das israelische Außenministerium verteidigte sich gegen die Vorwürfe und erklärte, dass zu keinem Zeitpunkt scharfe Munition verwendet worden sei. In der Stellungnahme wurde behauptet, der Einsatz stehe im Einklang mit dem Völkerrecht: "Nach mehrfachen Warnungen wurden nicht gegen die Protestierenden, sondern gegen das Schiff nicht-tödliche Methoden zu Warnzwecken eingesetzt", hieß es.



Nachrichtenquelle: 12punto