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Der İznik-See ist zurückgegangen, historische Überreste kommen zum Vorschein

Im Bezirk İznik in der Provinz Bursa hat der sinkende Wasserstand des İznik-Sees aufgrund von Dürre ein weiteres historisches Bauwerk freigelegt. Nach der 2014 entdeckten Basilika, die vor etwa zwei Monaten von Papst Leo XIV. besucht wurde, wurden nun per Drohne Überreste eines Bauwerks aufgenommen, bei dem es sich in der Nähe des Seeufers möglicherweise um eine zweite Basilika handelt.

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Der İznik-See ist zurückgegangen, historische Überreste kommen zum Vorschein

Nachdem der Wasserstand im İznik-See im Bezirk İznik (Bursa) gesunken ist, wurden Überreste eines Bauwerks, das sich sehr nah am Ufer befindet und bei dem es sich um eine zweite Basilika handeln könnte, aus der Luft gefilmt. Die Überreste, die während Drohnenaufnahmen eines Reporters der Nachrichtenagentur İhlas (İHA) entdeckt wurden, haben nach ersten Untersuchungen die Aufmerksamkeit auf die Region gelenkt.

Es zeigte sich, dass die Überreste, die durch das Zurückweichen der Seeoberfläche sichtbar wurden, sehr nah am Strand entlang des İznik-Küstenstreifens liegen. Das Team, das die Struktur bemerkte, die durch den sinkenden Wasserspiegel vollständig zum Vorschein kam, zeigte sich angesichts der Details auf den Aufnahmen beeindruckt.

GEBIET WURDE 2017 ZUM ARCHÄOLOGISCHEN SCHUTZGEBIET ERKLÄRT

Den vorliegenden Informationen zufolge wurde das Gebiet, in dem sich die Überreste befinden, im Jahr 2017 von der Museumsleitung zum archäologischen Schutzgebiet 1. Grades erklärt. Der ehemalige Direktor des İznik-Museums, Taylan Sevil, äußerte sich zu dem Thema und erklärte, dass die Überreste zu einem religiösen Bauwerk gehören könnten, wobei die Wahrscheinlichkeit einer zweiten Basilika hoch sei.

"KÖNNTE DURCH ERDBEBEN UNTER WASSER GERATEN SEIN"

Sevil erklärte, dass das Sinken des Wasserstandes im İznik-See es ermögliche, die antiken Überreste wieder sichtbar zu machen. Er wies darauf hin, dass wissenschaftliche Studien belegt hätten, dass es in der Region in den Jahren 1045 und 1065 nach Christus zu schweren Erdbeben und Bodensenkungen gekommen sei. Sevil, der angab, dass auch Untersuchungen in London diese Erkenntnisse stützten, äußerte sich wie folgt:

"Wir gehen davon aus, dass diese Überreste in der Nähe der bestehenden Basilika durch ein Erdbeben und die damit verbundene Absenkung eines ehemals über dem See liegenden Landstücks unter Wasser geraten und begraben worden sein könnten. Der Grundriss und die Maße des Bauwerks erhärten die Vermutung, dass es sich um ein großflächiges religiöses Gebäude handelt."

LAGE IN DER NÄHE VON ANTIKEN SIEDLUNGEN UND HÄFEN

Sevil wies zudem darauf hin, dass sich die freigelegten Überreste in einer Region befinden, in der in der römischen und byzantinischen Zeit eine rege Aktivität herrschte. Die Nähe des Bauwerks zu antiken Hafenüberresten unterstreicht die historische Bedeutung der Region zusätzlich.

Experten betonen, dass archäologische Ausgrabungen und wissenschaftliche Untersuchungen eingeleitet werden müssen, um zu bestätigen, ob die Überreste tatsächlich zu einer zweiten Basilika gehören. Mit dieser Entwicklung ist erneut ins Bewusstsein gerückt, dass der İznik-See neben seinen natürlichen Gegebenheiten auch ein vielschichtiges kulturelles Erbe beherbergt.


Nachrichtenquelle: İHA

İznik-See