Justizminister Gürlek: Wir werden Verbindungsbüros in Izmir, Ankara und Istanbul einrichten
Justizminister Akın Gürlek erklärte: "Wir werden auch in Izmir, Ankara und Istanbul eine Projektion, also ein Verbindungsbüro, einrichten. Wir haben diese Provinzen als Pilotstandorte ausgewählt."
Justizminister Akın Gürlek kam mit Mitgliedern des Justizausschusses der Großen Nationalversammlung der Türkei (TBMM) zu einem Iftar-Programm zusammen. In seiner Rede während der Veranstaltung betonte Minister Gürlek die Rolle der Legislative im Rechtsbereich und sagte: "Der Justizausschuss der TBMM repräsentiert den Willen der Legislative im Bereich des Rechts. Insbesondere die im Justizausschuss der TBMM behandelten Regelungen bestimmen die Ausrichtung des Justizsystems. Ich danke unseren Ausschussmitgliedern für ihre wertvolle Arbeit."
Bezüglich der Reformdokumente und Aktionspläne des Justizministeriums erklärte Minister Gürlek: "Die von uns vorgelegten Reformdokumente und Aktionspläne zielen darauf ab, den Rechtsstaat zu stärken. Wir bauen unsere Gesetze und unsere bestehenden Errungenschaften kontinuierlich auf der Grundlage neuer Aktionspläne und Reformdokumente auf. In diesem Rahmen leistet unser Ministerium den Abgeordneten insbesondere bei der Ausarbeitung von Gesetzen technische Unterstützung. Als Generaldirektion für Gesetzgebung des Justizministeriums bieten wir unseren Abgeordneten in dieser Hinsicht technische Hilfe an", so Gürlek.
Mit Blick auf die Bemühungen zur Stärkung des Vertrauens der Gesellschaft in das Justizsystem fügte Justizminister Gürlek hinzu: "Mit den von uns verabschiedeten Gesetzen wurden viele wichtige Errungenschaften erzielt, um das Vertrauen der Gesellschaft in das Justizsystem zu festigen, die Rechtssicherheit und Vorhersehbarkeit zu erhöhen, Gerichtsverfahren zu beschleunigen und insbesondere alternative Streitbeilegungsmethoden effektiver zu nutzen."
"Wir verfolgen die Probleme unserer Frauen aktuell"
Zu den Bewertungen bezüglich der Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und dem 12. Justizpaket sagte Minister Gürlek: "Insbesondere die Methoden zur wirksamen Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen wurden durch die jüngsten Gesetze festgelegt. Wir verfolgen die Probleme, mit denen unsere betroffenen Frauen konfrontiert sind, aktuell. Wir planen, diesbezüglich im Rahmen unseres 12. Justizpakets erneut Regelungen zu treffen und diese unseren Abgeordneten vorzulegen."
"Wir streben eine Studie an, die die Ereignisse untersucht, welche Kinder zur Gewalt führen"
Bezüglich der Arbeit zu straffällig gewordenen Kindern erklärte Minister Gürlek: "Es gibt den Begriff des straffällig gewordenen Kindes. In dieser Hinsicht hat sich der Begriff des Kindes leider verändert. Das bedeutet, dass die Faktoren, die unsere Kinder zur Gewalt treiben, untersucht werden müssen. Wir haben eine Plattform zusammen mit dem Ministerium für Familie und soziale Dienste sowie dem Bildungsministerium eingerichtet. Wir streben eine Studie an, die gemeinsam mit dem Ministerium für Familie und soziale Dienste sowie unserem Bildungsministerium insbesondere die Ereignisse untersucht, die Kinder bereits in der Bildung oder in der Familienstruktur zur Gewalt führen."
"Wir haben die Absicht, dass straffällig gewordene Kinder ihre Strafen vollständig verbüßen"
Minister Gürlek äußerte, dass sie Schritte unternehmen werden, um die Wahrnehmung der Straflosigkeit in der Gesellschaft bei Straftaten von Kindern zu durchbrechen: "Wir haben die Absicht, dass straffällig gewordene Kinder ihre Strafen vollständig verbüßen. Diesbezüglich wurde bereits ein Ausschuss in unserem Parlament eingerichtet. All dies muss gemeinsam auf den Tisch gelegt werden. Wir werden insbesondere Schritte unternehmen, um die Wahrnehmung der Straflosigkeit in der Gesellschaft bei Straftaten von Kindern zu durchbrechen. Unser Ziel ist es, Regelungen einzuführen, die in der Praxis Wirkung zeigen und konkrete Verbesserungen bewirken."
"Wir werden Verbindungsbüros in Izmir, Ankara und Istanbul einrichten"
Unter Bezugnahme auf die Arbeiten beim Rat der Richter und Staatsanwälte (HSK) wies Minister Gürlek darauf hin, dass es innerhalb des HSK ein Büro für Justizeffizienz und Produktivität gebe, und sagte: "Wir werden auch in Izmir, Ankara und Istanbul eine Projektion, also ein Verbindungsbüro, einrichten. Wir haben diese Provinzen als Pilotstandorte ausgewählt. Wir werden in erster Linie prüfen, ob die Zielvorgaben für die Verfahrensdauer überschritten wurden oder nicht. Wenn die Zielvorgabe überschritten wurde und keine Entscheidung in der Akte vorliegt, werden wir beginnen, die Gründe dafür zu untersuchen. Wir werden auch künstliche Intelligenz einsetzen. Insbesondere wird sich zeigen, welche Themen am häufigsten beanstandet werden und mit welchen Themen die Bürger regional unzufrieden sind. Wenn der Grund beim Richter liegt oder das Gericht überlastet ist, wird der HSK dies sofort sehen und eingreifen. Entweder wird ein neues Gericht eröffnet oder ein neuer Richter zur Unterstützung entsandt. Wenn die Verzögerung des Verfahrens auf den Richter zurückzuführen ist, werden wir die Beförderungs-, Ernennungs- oder Versetzungsstrafen des HSK in dieser Hinsicht effektiver anwenden. Dies wird in unserer Gesellschaft auf Resonanz stoßen und von Nutzen sein. Hierfür ist keine Gesetzesänderung erforderlich."
Nachrichtenquelle: 12punto
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