Justizminister Yılmaz Tunç zur Erklärung von İmamoğlu: 'Es ist eine Unverschämtheit, dies mit unserem Präsidenten in Verbindung zu bringen'
Justizminister Yılmaz Tunç äußerte sich nach der Festnahme des Bürgermeisters von Istanbul, Ekrem İmamoğlu.
Das Universitätsdiplom des CHP-Präsidentschaftskandidaten und Bürgermeisters von Istanbul, Ekrem İmamoğlu, wurde gestern (18. März) vom Rektorat der Universität Istanbul annulliert. Am Morgen des 19. März führten Polizeieinheiten eine Razzia in İmamoğlus Haus durch und nahmen ihn wegen Vorwürfen der 'Führung einer Terrororganisation' und 'Korruption' fest. Justizminister Yılmaz Tunç bewertete die Festnahme von 106 Personen, darunter auch İmamoğlu.
Tunç betonte, dass man der türkischen Justiz vertrauen müsse und wies darauf hin, dass das Ermittlungsverfahren vertraulich sei. Er verteidigte die Unabhängigkeit der Gerichte und rief dazu auf, ihnen zu vertrauen.
Die wichtigsten Punkte aus Tunçs Erklärungen lauten wie folgt:
''Vor dem Gesetz sind alle gleich. Niemandem können Privilegien eingeräumt werden. Die Gerichte sind unabhängig. Das Ermittlungsverfahren ist vertraulich.
Es ist nicht korrekt, die eingeleiteten Ermittlungen zu bewerten, ohne den Inhalt der Akten zu kennen. Es ist falsch, durch Aufrufe auf der Straße Aussagen zu treffen, die die Öffentlichkeit in die Irre führen. Wenn Beweise für eine Straftat vorliegen, werden die Ermittlungen von der Justiz geführt. Es ist eine Unverschämtheit, die Verfahren mit unserem Herrn Präsidenten in Verbindung zu bringen.

'DIE VERFAHREN DER JUSTIZ UNTERLIEGEN DER KONTROLLE'
Es ist nicht richtig, ohne jegliche Informationen zu einem Urteil zu gelangen. Wir müssen der türkischen Justiz vertrauen. Es ist unsere aller Pflicht, den Prozess in Ruhe zu verfolgen und die zu treffende Entscheidung respektvoll zu akzeptieren, damit die Gerechtigkeit vollständig verwirklicht werden kann. Wir werden sehen, wie die Verteidigung aussehen wird und welche Beweise für die Vorwürfe vorliegen.
Es sollte nicht vergessen werden: Im Rechtsstaat sind die Unschuldsvermutung und das Recht, nicht stigmatisiert zu werden, grundlegend.
Wir müssen der türkischen Justiz vertrauen. Die Rechtsmittel innerhalb der Justiz stehen jedem offen. Es ist unsere gemeinsame Verantwortung, den Prozess in Ruhe zu verfolgen und die zu treffende Entscheidung respektvoll zu akzeptieren, damit die Gerechtigkeit vollständig und lückenlos verwirklicht werden kann. Niemand soll daran zweifeln. Die von der Justiz durchgeführten Verfahren unterliegen ihrer eigenen Kontrolle. Wer mit welchen Vorwürfen konfrontiert ist, wie die Verteidigung aussieht und welche Beweise für die Vorwürfe vorliegen, wird sich als Ergebnis der durchgeführten Ermittlungen zeigen. Wir alle müssen das Ergebnis der Ermittlungen in Ruhe abwarten.''
Nachrichtenquelle: 12punto
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