Korruptionsbeben in Kırıkkale: AKP-Bürgermeister wegen Bestechlichkeit zu 5 Jahren Haft verurteilt
Der wegen Bestechung angeklagte AKP-Bürgermeister von Keskin, Ekmel Cönger, wurde zu einer Freiheitsstrafe von 5 Jahren, 2 Monaten und 15 Tagen wegen "Annahme von Bestechungsgeldern" verurteilt.
KORRUPTIONSBEBEN IN KIRIKKALE: AKP-BÜRGERMEISTER WEGEN "BESTECHLICHKEIT" ZU 5 JAHREN HAFT VERURTEILT!
Im Korruptionsprozess gegen den AKP-Bürgermeister von Keskin, Ekmel Cönger, ist in Kırıkkale das Urteil gefallen. Das Gericht verurteilte Cönger wegen "Annahme von Bestechungsgeldern" zu einer Freiheitsstrafe von 5 Jahren, 2 Monaten und 15 Tagen und ordnete zudem den Entzug bestimmter Bürgerrechte an.
Bei der Urteilsverkündung vor dem 1. Schwurgericht von Kırıkkale kam es zu bewegten Momenten. Während der mitangeklagte Bauunternehmer Mustafa Yurtseven (M.Y.), der sich auf freiem Fuß befand, und seine Anwälte im Gerichtssaal anwesend waren, blieb der Keskin-Bürgermeister Ekmel Cönger, gegen den eine Haftstrafe gefordert wurde, der Verhandlung fern.
6 JAHRE HAFT FÜR BAUUNTERNEHMER, 5 JAHRE FÜR BÜRGERMEISTER
Nach Prüfung der Einwände der Verteidigung, wonach Beweise nicht vollständig erhoben worden seien und kein Tatbestand der Bestechung vorliege, kam das Gericht angesichts der gesammelten technischen Daten und Vorwürfe zu dem Schluss, dass die Straftatbestände erwiesen seien, und verkündete das Strafmaß:
Strafe für Ekmel Cönger: Er wurde wegen "Annahme von Bestechungsgeldern" zu 5 Jahren, 2 Monaten und 15 Tagen Haft verurteilt.
Strafe für den Bauunternehmer: Der wegen "Bestechung" angeklagte Bauunternehmer Mustafa Yurtseven wurde zu einer Freiheitsstrafe von 6 Jahren und 3 Monaten verurteilt.
Amtsenthebung und Aberkennung von Rechten: Das Gericht entschied, für beide Angeklagten Artikel 53/5 des türkischen Strafgesetzbuches (TCK) anzuwenden. Infolgedessen wurden den Angeklagten bis zur vollständigen Verbüßung ihrer Strafe die Ausübung öffentlicher Ämter, das aktive und passive Wahlrecht sowie die Ausübung bestimmter anderer Rechte untersagt.
Verteidigung "Behandlung im Krankenhaus" blieb erfolglos
Der mitangeklagte Bauunternehmer Mustafa Yurtseven erklärte in der Verhandlung, dass der Geldfluss mit der Gemeinde keine Bestechung gewesen sei, und wiederholte seine früheren Aussagen, in denen er auf Freispruch plädierte.
Der Anwalt des nicht erschienenen Bürgermeisters Ekmel Cönger gab an, sein Mandant befinde sich aufgrund gesundheitlicher Probleme in stationärer Behandlung, und wies die Vorwürfe vollumfänglich zurück. Das Gericht sah jedoch angesichts der konkreten Beweise in der Akte kein Hindernis für eine Urteilsverkündung.
Hintergrund der Ermittlungen
Die Generalstaatsanwaltschaft Kırıkkale hatte bei der Prüfung von Direktvergaben und Ausschreibungsverfahren der Gemeinde Keskin unregelmäßige Geldflüsse zwischen dem Bauunternehmen und dem Bürgermeister festgestellt. Die daraufhin erstellte Anklageschrift wegen "Annahme und Gewährung von Bestechungsgeldern" wurde vom 1. Schwurgericht angenommen und das Verfahren eingeleitet. Nach diesem erstinstanzlichen Urteil wird erwartet, dass der Fall vor das Berufungsgericht gebracht wird.
Nachrichtenquelle: 12punto
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