Krankenhaus-Skandal in Adıyaman: Arm eines Babys im Brutkasten verbrannt
Das Baby von Mizgin Tatar, die im Bildungs- und Forschungskrankenhaus Adıyaman per Kaiserschnitt entbunden hatte, wurde aufgrund eines niedrigen Blutzuckerspiegels in ein Privatkrankenhaus verlegt. Während der Behandlung kam der Arm des Säuglings jedoch mit dem Heizelement des Brutkastens in Berührung, was zu Verbrennungen führte. Die Familie Tatar erstattete unmittelbar nach Bekanntwerden des Vorfalls Anzeige gegen die Krankenhausleitung.
Mizgin Tatar brachte im Bildungs- und Forschungskrankenhaus Adıyaman ein Mädchen zur Welt. Da bei dem Baby nach der Geburt ein niedriger Blutzuckerspiegel festgestellt wurde und im Krankenhaus keine Brutkästen frei waren, wurde das Kind in ein privates Krankenhaus in der Stadt verlegt. Am fünften Tag der Behandlung im Privatkrankenhaus kam der Arm des Babys während der Pflege durch das medizinische Personal den Angaben zufolge mit dem Heizelement des Brutkastens in Berührung.

Durch den Kontakt mit dem Heizelement erlitt der Arm des Babys Verbrennungen. Die medizinischen Fachkräfte, die den Vorfall während der Pflege bemerkten, leiteten umgehend Maßnahmen ein. Die Krankenhausleitung informierte die Familie des Babys erst etwa 48 Stunden nach dem Vorfall.

Die Familie Tatar zeigte sich empört und erstattete Anzeige gegen die Krankenhausleitung. Mizgin und Şahin Tatar, die ihr Baby nach Abschluss der Behandlungen mit einem bandagierten Arm entgegennahmen und nach Hause zurückkehrten, forderten die Bestrafung aller Verantwortlichen für die Fahrlässigkeit.

Dr. Mehmet Gürbak, Facharzt für Kinderheilkunde und Leiter der Neugeborenenstation des Krankenhauses, bezeichnete den Vorfall als reinen Unfall und erklärte: „Wir haben mit der Behandlung des Babys begonnen, das mit einer Überweisung zu uns kam, es in den Brutkasten gelegt, die Temperaturwerte eingestellt und die Familie darüber informiert, dass die Behandlung etwa eine Woche dauern würde. Vom ersten bis zum fünften Tag gab es keinerlei Probleme, die Behandlung verlief sehr gut und das Baby zeigte Fortschritte. Am fünften Tag der Behandlung wurde uns mitgeteilt, dass während der Pflege des Babys und des Brutkastens durch die Krankenschwester eine Rötung am Arm des Kindes aufgetreten sei. Wir haben sofort reagiert und vermutet, dass es sich um eine Verbrennung durch die Brutkastentemperatur handeln könnte. Wir haben entsprechende Behandlungen eingeleitet. Durch die durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen gab es an der Wundstelle am Arm des Kindes weder Ausfluss noch andere Auffälligkeiten; es heilte sehr gut ab. Bei den Blutuntersuchungen konnten wir zudem keine Infektion feststellen, woraufhin wir das Kind entließen. Ein Ärzteteam aus Gaziantep hat den Fall ebenfalls begutachtet und bestätigt, dass durch diesen Vorfall keine bleibenden Schäden oder Narben am Arm des Babys zurückbleiben werden.“
Nachrichtenquelle: 12punto
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