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Krise im Lieferdienstsektor: Selbstständige Kuriere legen drei Tage die Arbeit nieder

Selbstständige Kuriere haben angekündigt, vom 18. bis 20. Januar drei Tage lang nicht zu arbeiten und keine Pakete auszuliefern. Sie argumentieren, dass die nach dem Jahreswechsel angekündigten Lohnerhöhungen nicht zu den tatsächlichen Verdiensten vor Ort führen.

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Krise im Lieferdienstsektor: Selbstständige Kuriere legen drei Tage die Arbeit nieder

Der Lieferdienstsektor, der während der Pandemie einen enormen Aufschwung erlebte, steht nun aufgrund des Protests selbstständiger Kuriere im Fokus. Die Kuriere, die argumentieren, dass die zu Jahresbeginn bekannt gegebenen neuen Gebührentarife die tatsächlichen Einkommen nicht erhöht haben, haben einen dreitägigen Streik angekündigt.

Nach Informationen von NTV wurden zu Beginn des Jahres 2026 die Zahlungen pro Paket, die Kilometerpauschalen und die wöchentlichen Prämien erhöht. Die selbstständigen Kuriere behaupten jedoch, dass diese Erhöhungen durch mathematische Berechnungen höher dargestellt würden, als sie tatsächlich seien, und dass in der Praxis das Einkommensniveau von 2025 nicht gehalten werden könne.

VERSPRECHEN VON 120 TAUSEND LIRA MONATLICH

Einige Unternehmen teilen der Öffentlichkeit mit, dass ein Kurier, der wöchentlich 200 Pakete ausliefert, ein durchschnittliches Einkommen von 30 Tausend Lira erzielen könne, was einem monatlichen Bruttoeinkommen von 120 Tausend Lira entspreche. Zudem werden für Lieferungen über 2 Kilometer eine Gebührenerhöhung von über 60 Prozent sowie wöchentliche Bonuszahlungen für das Überschreiten bestimmter Lieferzahlen versprochen.

KURIERE WEISEN AUF DIE REALITÄT VOR ORT HIN

Die Kuriere, die im Außendienst tätig sind, geben an, dass diese veröffentlichten Zahlen nicht der Realität entsprechen. Sie betonen, dass selbstständige Kuriere keine festen Arbeitszeiten hätten und die Einkünfte vollständig von der aktiven Arbeitszeit und der Anzahl der Lieferungen abhingen. Aufgrund steigender Kosten sei ihr Nettoeinkommen erheblich gesunken.

Die selbstständigen Kuriere tragen die Kosten für Motorrad und Ausrüstung, Versicherungen, Kraftstoff, Wartung sowie BAĞ-KUR-Beiträge, Buchhaltungsgebühren und Steuerverpflichtungen aus ihrem eigenen Budget. Wenn diese Ausgaben abgezogen werden, wird die Ansicht vertreten, dass die veröffentlichten Einkommensübersichten nicht realistisch seien.

Aus diesen Gründen haben die Kuriere angekündigt, vom 18. bis 20. Januar die Arbeit niederzulegen und keine Pakete auszuliefern. Es wurde darauf hingewiesen, dass sich der Streik nicht auf alle Kuriere erstreckt und diejenigen, die sich nicht beteiligen, ihren Dienst gemäß ihren eigenen Arbeitsplänen fortsetzen werden.


Nachrichtenquelle: 12punto