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Kritik von AKP-Mitgliedern zum 23. Parteijubiläum: 'Seltsame Zeiten'

Die AKP feierte ihren 23. Jahrestag mit einer offiziellen Veranstaltung. Während Erdoğan mit neuen Parteibeitritten zukunftsorientierte Signale setzte, äußerten einige AKP-Funktionäre in ihren Jubiläumsbotschaften deutliche Kritik.

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Kritik von AKP-Mitgliedern zum 23. Parteijubiläum: 'Seltsame Zeiten'

Einer der Parteigründer, Bülent Arınç, betonte in einer Nachricht auf seinem X-Account die Notwendigkeit eines "Wandels" und rief dazu auf, "Groll und Verbitterung hinter sich zu lassen".

ARINÇ: "WIR WAREN IN EINIGEN BEREICHEN ERFOLGLOS"

Arınç betonte, dass man mit "einigen Problemen" konfrontiert sei, und erklärte: "Wir müssen auch zugeben, dass wir in einigen Bereichen erfolglos waren. Deshalb hat unser Volk unterschiedliche Forderungen. Die letzten Wahlergebnisse beweisen dies."

Yasin Aktay, ein regierungsnaher Kolumnist der Zeitung Yeni Şafak, der während Erdoğans Amtszeit als Premierminister als Berater tätig war, stellte die Kompetenz des aktuellen Personals bei der Bewältigung der vor der Partei liegenden Probleme in Frage:

"Natürlich ist die Frage, wie sehr die AK-Partei ihren historischen Wurzeln treu bleiben kann und wie sehr sie ihre daraus resultierende Mission erfüllen kann, sowie die Frage, inwieweit das derzeitige Parteipersonal – abgesehen von Erdoğan – über das Verständnis und die Absicht verfügt, diese Mission zu tragen, ein Punkt, der genauer betrachtet werden muss."

 

MİROĞLU: "WIR DURCHLEBEN SELTSAME ZEITEN DER AK-PARTEI"

Auch Orhan Miroğlu, Mitglied des AKP-Zentralvorstands (MKYK), äußerte in seiner Jubiläumsbotschaft zum 23. Jahrestag Kritik an seiner Partei.

Miroğlu erklärte: "Diejenigen in der AK-Partei, die nicht ihre eigene Sache, sondern die Sache der Türkei verfolgen, befinden sich heute in einer schwierigen Lage." Er fügte hinzu: "Wir durchleben 'seltsame Zeiten' der AK-Partei; es sind seltsame Zeiten, in denen wir uns von unserem Gründungsparadigma entfernt haben."

Miroğlu behauptete, die Türkei brauche die 'Gründungsphilosophie der AKP' und äußerte: "Dass ausgrenzender Nationalismus, vermischt mit einer Soße aus Eurasismus und einer 'türkisch-islamischen' Synthese, im politischen Raum wiederverwendet wird, nützt nicht der AK-Partei, sondern dem radikalen Nationalismus – dem 'wütenden Nationalismus', auf den Tuğrul Türkeş hingewiesen hat. Das sehen sie und sind darüber betrübt."

 

METİNER: "WIR SIND ZUR 'PARTEI DES STAATES' GEWORDEN"

Der ehemalige AKP-Abgeordnete Mehmet Metiner sagte, die AKP habe sich von einer 'Partei des Volkes' zu einer 'Partei des Staates' gewandelt. Metiner teilte folgende Nachricht:

"Die AK-Partei muss unverzüglich der Vorherrschaft der bürokratischen Beamtenmentalität und der Existenz von Politikern, die sich wie Oligarchen verhalten, ein Ende setzen. Was unser Volk will: Eine neue AK-Partei, also eine AK-Partei, die ihm selbst gehört. Möge unser Gründungstag dazu beitragen, dass dieser Wunsch Wirklichkeit wird. Ich gratuliere bereits jetzt." 


Nachrichtenquelle: 12punto

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